Schlaganfallpatient: 24-Stunden-Einsatz für den Vater
WERNE Viel Kraft für einen geliebten Menschen: Seit mehr als 10 Jahren kümmert sich Rita Bergmann rund um die Uhr um ihren Vater Hubert. Nach einem Schlaganfall braucht er die Unterstützung seiner Tochter. Sie hat für ihren Vater mittlerweile sogar eine besondere Art der Kommunikation gefunden.
Hubert Bergmann wird von seiner Tochter gepflegt. (Foto: Helga Felgenträger)
Ein durchgeplantes Leben
"Alles muss geplant werden", sagt Rita Bergmann. An spontane Verabredungen oder Urlaubsfahrten ist nicht zu denken. Höchstens für die Stunde am Morgen, die sie zum Einkaufen braucht, lässt sie ihn auch kurzfristig mal alleine.
Auch das Sprechen mit ihrem Vater musste sie neu erfinden: Gespräche sind nicht mehr möglich, nur noch kurze Fragen, die mit Nein oder Ja beantwortet werden. "Im Laufe der Zeit habe ich gelernt, wie ich mit ihm reden muss, damit er mich versteht", sagt sie geduldig. Kurze und knappe Sätze, denen er folgen kann.
Beratung holt sie sich im Gespräch mit andern, erzählt sie.
Im Gesprächskreis mit anderen
Seit zehn Jahren fährt sie einmal im Monat zum Gesprächskreis pflegender Angehöriger ins Krankenhaus St. Christophorus. Dort tauscht sie sich mit andern aus und holt sich Unterstützung, die ihr manchmal fehlt.
Bei jeder Familienfeier ist Hubert Bergmann dabei. "Fünf Stücke Kuchen hat er bei der Kommunionfeier gegessen", erzählt Rita Bergmann.
In ihren alten Beruf als Verkäuferin zurück zu gehen, kommt für Rita Bergmann nicht in Frage: "Dann müsste er ins Pflegeheim, und das wird für uns finanziell eng."





























