Flugzeugkatastrophe über dem Atlantik: 28-jähriger Ingenieur starb beim Air-France-Absturz
WERNE Was genau auf dem Air-France-Flug AF 447 zwischen Rio de Janeiro und Paris passierte, ist völlig unklar. Klar ist jedoch, dass der 28-jährige Claus-Peter Hellhammer aus Werne an Bord der Maschine war, die über dem Atlantik verschwand. Die Eltern und der Arbeitgeber gehen vom Tod des jungen Ingenieurs aus.
Zwölf quälend lange Stunden des Wartens
Mit dieser Sekunde begannen zwölf Stunden voller Ungewissheit. Zwölf Stunden, in denen die Mutter abwechselnd versuchte, ihren Sohn zu kontaktieren, und bei der Air-France-Hotline durchzukommen. Erst nach Stunden sprach sie mit einem Air-France-Mitarbeiter und hinterließ ihre Nummer. Von Claus-Peter hörte sie nichts. Nicht per Telefon, nicht per SMS, nicht per E-Mail. Dabei war er doch immer erreichbar!
Vom 28-jährigen Claus-Peter Hellhammer, den alle nur Claus nannten, fehlt seitdem jedes Lebenszeichen. Am Dienstagmittag nahm die Kriminalpolizei DNA-Proben der Eltern, um eine Identifizierung zu ermöglichen. Etwa zeitgleich konnte die brasilianische Luftwaffe Wrackteile orten. Sie schwimmen hunderte Kilometer vor der Küste im Atlantik.
Brasilien: Sein Leben und seine Liebe
Er wollte so gerne in Brasilien bleiben
Im letzten Jahr hatte Hellhammer seinen Vertrag verlängert, wollte so gerne noch in Brasilien bleiben – nicht nur, weil er mittlerweile fließend Portugiesisch sprach. Sondern auch, weil er dort fürs Leben gelernt hatte. Über die Armut in den Favelas, über die Unterschiede der Kulturen und darüber, sie zu überwinden. „Wenn es in der Diskussion mal nicht mehr weitergeht, brechen die Brasilianer das Thema einfach ab und sprechen über etwas Angenehmeres, um den Kopf frei zu bekommen“, hat er einmal erzählt. „Und dann findet plötzlich jemand die Lösung“.
ThyssenKrupp rief ihn zurück nach Deutschland
Doch der Konzern rief ihn Ende 2008 zurück nach Deutschland. Flug AF 447 sollte den 28-Jährigen von einer Dienstreise zurückbringen, die er mit einem Besuch bei Freunden kombinierte. Vor einigen Wochen mietete er sich eine Wohnung in Essen, pendelte zum neuen Arbeitsplatz nach Duisburg.
Bevor Hellhammer vor zehn Tagen nach Brasilien aufbrach, hatte er die Wohnung fertig eingerichtet.





























