Haushalts-Entwurf 2012: Bürgermeister Christ: "Müssen den Gürtel enger schnallen"
WERNE Auf finanzielle Grausamkeiten verzichtet die Stadt. Noch. Doch Bürgermeister Lothar Christ stimmt die Bevölkerung schon auf magerere Zeiten ein: "Wir müssen bei den Ausgaben den Gürtel enger schnallen", sagte er am Donnerstag bei der Vorstellung des Haushalts-Entwurfes 2012.
Bürgermeister Lothar Christ (r.) und Kämmerer Marco Schulze-Beckinghausen präsentieren den Haushaltsentwurf für das Jahr 2012. (Foto: Jörg Heckenkamp)
Hinzu kommt ein geplantes Minus von 3,2 Millionen Euro des Kommunalbetriebes. Summa summarum gibt der Konzern Stadt in diesem Jahr laut Plan 9,5 Millionen Euro mehr aus, als er einnimmt.
Und trotzdem „haben wir einen strukturell ausgeglichenen Haushalt“, erklärte Lothar Christ. Damit entgeht die Kommune dem gefürchteten Spardiktat eines Haushaltssicherungs-Konzeptes durch die Bezirksregierung.
Mittel aus Rücklagen
Den Ausgleich schafft die Stadt durch die Möglichkeit, das Minus durch Mittel aus Rücklagen gegenrechnen zu können.
Trotz der Miesen halten Christ und Schulze-Beckinghausen am 2009 verkündeten Ziel fest, im Jahre 2020 einen real ausgeglichen Haushalt (ohne Griff in die Rücklagen) präsentieren zu können.
Ihr Optimismus speist sich aus verschiedenen Quellen. So hoffen sie, dass die derzeit den Haushalt belastenden Investitionen in den kommenden Jahren Früchte tragen.
Hoffen auf Steuermehreinnahmen
Der Bau der Umgehungsstraße z. B. würde zur Ansiedlung von Betrieben im neuen Gewerbegebiet Wahrbrink-West mit entsprechenden Steuereinnahmen führen.
Wie sagte Lothar Christ am Donnerstag: „In dem Entwurf sind keine Sparlisten versteckt.“ Noch nicht.





























