Trotz Dauerfrost: Die Lippe friert nicht zu
WERNE Wer viel mit dem Auto herumkommt, mag sich vielleicht wundern: Während etliche Flüsse wie die Ruhr und Kanäle wie der Dortmund-Ems-Kanal mit einer dicken Eisschicht bedeckt sind, plätschert das Nass in Lippe und im Datteln-Hamm-Kanal munter vor sich hin. Grund dafür: Eine Wasser-Heizung.
Das Kühlwasser des Stockumer Kraftwerks sorgt für eine wohltemperierte Lippe. (Foto: Helga Felgenträger)
Und zwar mit einer Temperatur von je nach Kraftwerksblock „9 bis 17 Grad“, sagt Gersteinwerk-Sprecher Michael Hüttemann.
Indirekt wärmt dieses Kühl-Nass auch den nahe gelegenen Kanal. Denn beide Wasserläufe sind zwecks gegenseitiger Regulierung durch ein Pumpsystem miteinander verbunden.
Erwärmung durch Kraftwerk
Doch auch vor der Stockumer Stromfabrik ist die Lippe eisfrei. „Das liegt an der Erwärmung durch das Kraftwerk in Hamm-Uentrop“, weiß Hüttemann.
Viele andere Gewässer sind dagegen zugefroren. Mehr oder weniger jedenfalls. Zum Bespiel Stadtsee, Moormannteich, Krankenhaus-See oder Horne sind mit Eis bedeckt.
„Aber offiziell geben wir die Flächen nicht frei“, heißt es unisono aus dem Stadthaus und dem Krankenhaus. Wer sich also aufs Eis wagt, tut dies auf eigene Gefahr.
Viele Blechschäden
Der Winterdienst der Stadt war gestern Mittag in Alarmbereitschaft. Bei gestiegenen Temperaturen fiel Schnee, der Straßen und besonders das neue Pflaster in der Fußgängerzone gefährlich glatt machte. Gegen 13.30 Uhr schickte Bauhof-Chef Detlef Bruns sein komplettes Team an die Streufront.
Auch auf den Straßen nahm die Glätte zu. Während am Vormittag noch keine Unfälle von den Polizeidienststellen Unna und Coesfeld vermeldet wurden, krachte es im Lauf des Nachmittags gleich öfter.
Achtmal mussten die Helfer im Kreis Unna ausrücken, weil Glätte zu Unfällen geführt hatte. Es blieb jedoch bei Blechschäden.





























