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Einsparung
Blockheizkraftwerk senkt Energiekosten im Solebad
Von Daniel Claeßen am 24. November 2009 18:55 Uhr
WERNE Ziemlich schwer und ziemlich teuer - so lautet die Kurzbeschreibung für das neue Blockheizkraftwerk (BHKW) im Natursolebad Werne. Doch das Viereinhalb-Tonnen-Konstrukt mit einem Anschaffungspreis in Höhe von 630 000 Euro soll jedes Kilo und jeden Cent wert sein.

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Das Kraftwerk erreicht seinen Bestimmungsort. Über Metallröhren soll es in die Garage rollen.
Foto: Daniel Claeßen
"Wir können durch das Kraftwerk die Energiekosten enorm senken", freute sich Jens Schäfer von der Technischen Abteilung der Solebad GmbH, als der Koloss am Dienstag mit Hilfe eines Autokrans von der Horneburg auf das Gelände des Solebads gehievt wurde. "Das Kraftwerk produziert mit Hilfe eines Gasmotors elektrischen Strom", erklärte Schäfer. "Tagsüber wird das zwar nicht komplett reichen, da werden wir zusätzliche Energie benötigen." Nachts sei es jedoch möglich, Strom zurück ins Netz zu speisen.

Abwärme zum Heizen nutzen

"Hinzu kommt, dass bei der Stromproduktion Abwärme entsteht, die wir zum Heizen nutzen können", so Schäfer. Das BHKW soll den gesamten Bedarf des Bades abdecken.

"Für die Spitzen haben wir dann noch die Kessel, die sich ebenfalls im Außengebäude befinden." Laut Schäfer werden die zwei verbliebenen Heizkessel im Hallenbad demnächst abgeschaltet. "Die brauchen wir nicht mehr, das läuft künftig alles über die Kessel und Kraftwerk im Außenbereich."

Ersparnis beläuft sich auf 100 000 Euro im Jahr

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Langsam hebt das Kraftwerk von der Ladefläche ab.
Foto: Daniel Claeßen
Bürgermeister Lothar Christ, gleichzeitig auch Geschäftsführer der Natursolebad Werne GmbH, rechnet durch das neue Kraftwerk mit Einsparungen "in einer Größenordnung von mehr als 100 000 Euro jährlich". Wobei er sich mit konkreten Zahlen noch zurückhalten will: "Da müssen wir erst mal den Betrieb abwarten." Sollte er mit seinen Schätzungen Recht behalten, hätten sich Anschaffung und Installation des BKHW in sieben bis acht Jahren amortisiert.

In Betrieb gehen wird die neue Errungenschaft nach Angaben von Jens Schäfer voraussichtlich in vier Wochen. "Es müssen vorher noch Lüftungsschächte und ein Abgaswärmerohr installiert und angeschlossen werden." Der Bäderbetrieb werde durch die Arbeiten nicht gestört.


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