Fußball-Landesliga 5: 0:2 - SV Herbern verliert zu Hause gegen den SC Neheim
HERBERN Gekämpft, gerackert und gerannt – was Einsatz und Willen angeht, kann man dem SV Herbern trotz des 0:2 (0:0) zu Hause gegen den SC Neheim keinen Vorwurf machen. Doch wie Trainer Christian Bentrup bemerkte, steigt langsam der Druck auf das Team.
(Foto: dpa)
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SV Herbern - SC Neheim 0:2 (0:0)
Direkt nach Abpfiff sackten die meisten Blau-Gelben wo sie gerade standen zusammen. Und auch Minuten danach bevölkerten immer noch Grüppchen von SVH-Spielern den Rasen – diskutierten die Gründe für die zweite Saisonpleite.
Dabei hatte es so vielversprechend begonnen. Marvin Bruland (6. und 20.) hatte die ersten Möglichkeiten. Dann war es Herbens einzige Spitze Joachim Mrowiec, der auf links Sener Sedat abschüttelte, den Ex-Bundesligaprofi Uwe Grauer ins leere laufen ließ, aber an SCN-Keeper Marvin Baum scheiterte.
Herbern agiert zu umständlich
Von Neheim kam offensiv gar nichts. Ewig lange Diagonalbälle in die Spitze mit denen die Herberner Innenverteidiger keine Probleme hatten, war alles, was dem Gast einfiel.
Auf der anderen Seite kam Blau-Gelb noch einige Male gefährlich vor das Tor, agierte dann aber umständlich. Das sollte sich rächen. Die Gäste kamen mit viel mehr Aggressivität aus der Pause. Dann verschätzte sich Jussef Saado, der für den verletzten Simeon Uhlenbrock ins Team gerutscht war, gegen Karka Evren, der das ganze Feld vor sich hatte. Zunächst konnte SVH-Keeper Schubert noch abwehren, aber Bello Brandao stand genau richtig und machte das 1:0 für den Gast (49.). Der Treffer zeigte Wirkung. Herbern schwamm und Neheim setzte nach. Vier Minuten später war es nur Glück, dass der Fehler von Daniel Wilcock von Muhammed Bulut nicht mit dem 0:2 bestraft wurde.
SVH Bringt Neheims Bollwerk nicht ins Wanken
Kurz darauf war es erneut Daniel Wilcock, der im Strafraum gegen Brandao den Kürzeren zog. Bezeichnend für die Herbener in dieser Phase war, dass Bulut am schnellsten schaltete und das 2:0 markierte (53.). Immerhin: Den Herbener Zusammenbruch gab es trotz des Doppelschlags nicht und hätte der eingewechselte Rodrigo de Sousa aus fünf Metern den Anschluss erzielt (57.), wäre wohl noch etwas gegangen.
Stattdessen machte Neheim jetzt hinten dicht und der SVH brachte das Bollwerk kaum ins Wanken, so dass es beim aus SVH-Sicht überaus unglücklichen 0:2 blieb.
TEAMS UND TORE
SV Herbern: Schubert; D. Wilcock (57. Winkelmann), Christ, K. Wilcock, Kaminski – Bruland, Närdemann (77. Habibivand), Saado (54. de Sousa), Reckers, Schütte - Mrowiec
SC Neheim: Baum – Grauer (32. Kleis) – Evren, Sener – Greis, Middel, Jenke, Masso (89. Wolff), Stahr (46. Kretschmer)– Bulut, Brandao
Tore: 0:1 (49.), 0:2 (53.)



























