Banse "blockt": Danke für die Lehrstunde
WERNE Jana Banse ist Volleyballerin und spielt mit dem TV Werne in der zweiten Bundesliga. In einer Kolumne berichtet die 23-Jährige exklusiv für die Ruhr Nachrichten über das Geschehen beim TVW. In der heutigen Ausgabe schreibt sie über eine Lehrstunde beim USC Münster.
Die Volleyballerin Jana Banse berichtet in einer Kolumne über das Geschehen beim TV Werne. (Foto: privat)
Keine Annahme, keine schlauen Angriffe und erst recht kein Block. In Satz zwei und drei haben wir uns wenigstens gewehrt, jeweils zur zweiten technischen Auszeit waren wir mit den Münsteranerinnen noch gleichauf.
In der Schlussphase haben sie sich dann aber doch wieder abgesetzt. Ich weiß nicht, was schon wieder los war. Ob es ein Trost ist, dass Peter Pourie, Trainer des USC Münster nach dem Spiel gesagt hat, dass seine Mädels ungewöhnlich konstant gespielt haben? Wohl kaum. Eine solche Konstanz müssen wir unterbrechen können, wir müssten gerade so junge Spielerinnen irgendwie unter Druck setzten können.
Turniere
Das hat zwischenzeitlich in ganz kurzen Aufschlagphasen geklappt, danach nicht mehr. Das Einzige, was man sich vor Augen halten muss: Diese jungen Frauen sind angehende Profis. Viele von ihnen spielen jetzt bereits internationale Turniere und trainieren zwei Mal am Tag. Wir gehen einem stark ausgeprägten, leistungsorientierten Hobby nach, aber es ist eben ein Hobby.
Körpergröße
Die Münsteranerinnen sind so athletisch, da kann ich mit meinen 1,80 Meter Körpergröße nur staunen, wenn eine 16-Jährige über meinen Block drüber schlägt. Die jungen Frauen lernen Disziplin: im Aufschlag, im Block, in der Sicherung, in der Abwehr.
Jede arbeitet ihre Position ab, das hat bei uns nicht geklappt. In jeder Tabelle gibt es eine Mannschaft, die auf dem letzten Platz steht, so sind die Regeln. Aber wenn das in dieser Saison wir sind, dann möchte ich da wenigstens stehen, weil die anderen Mannschaften besser sind und nicht, weil wir momentan schlechter sind.
Das ist ein Unterschied. Mit schlechter sein meine ich, dass wir nicht alles gezeigt haben, was in uns steckt und was wir hätten rausholen können. Auch wenn wir jede Woche neu kämpfen, so können wir trotzdem mehr, als wir gerade auf dem Spielfeld zeigen. Das sieht man beim Training.
Deswegen ist derzeit mein höchstes Ziel: Zeigen, dass wir mit Recht in der zweiten Liga spielen und nicht sang- und klanglos absteigen wollen.



























