Banse "blockt": Der Kampf gegen zwei Gegner
WERNE Jana Banse ist Volleyballerin und spielt mit dem TV Werne in der zweiten Bundesliga. In einer wöchentlichen Kolumne berichtet die 23-Jährige exklusiv für die Ruhr Nachrichten über das Geschehen beim TVW. In der heutigen Ausgabe schreibt sie über Erfolgsdruck und warum die TVW-Damen am Samstag gegen zwei Gegner zu spielen hatten.
Die Volleyballerin Jana Banse berichtet in einer Kolumne über das Geschehen beim TV Werne. (Foto: privat)
Fragen, auf die es nur eine Antwort gibt. Die Bremerinnen hatten nur einen Gegner, wir hatten zwei: Eiche Horn und uns selbst. Letzterer war der, den wir nicht unter Kontrolle bekommen haben. Der Druck, der am Samstag auf uns lastete, war einfach zu groß. Er war schon beim Betreten der Halle zu spüren, Bedrückung lag in der Luft.
"Nichts wollte mehr klappen"
Man kann nicht sagen, dass wir nicht gewinnen wollten. Doch zu viele Gesichter haben „wir müssen gewinnen“ ausgesagt. Das führte dazu, dass die Mannschaft verkrampft war, nichts wollte mehr klappen. Warum haben die Bremerinnen gewonnen? Weil wir sie gelassen haben. Durch zahlreiche versemmelte Aufschläge haben wir die Punkte verschenkt. Ebenso durch Annahmen, die entweder gar nicht am Netz ankamen oder direkt wieder zum Gegner zurück gespielt wurden.
Die Bremerinnen waren nicht überragend, aber sie waren konstant. Und das hat gereicht. Selbst wenn auf unserer Seite mal ein guter Ball gespielt wurde – und ja, ein paar gute Aktionen gab es durchaus, wenn auch nicht sehr viele – dann sah man auf dem Feld trotzdem lange Gesichter.
"Müssen wieder zu unseren Stärken finden"
Wie kann man das ändern? Wenn ich das wüsste, würde ich, anstatt diese Kolumne zu schreiben, meine Mädels zusammen trommeln und ihnen die Lösung verraten. Aber ich habe keine Idee. Es ist der Kopf, der uns im Moment selbst im Wege steht. Nach den Spielen blickt man nur in verzweifelte, ratlose und enttäuschte Gesichter.
Sei es bei den Spielerinnen, den Trainern oder auch bei den Fans. Die waren am Samstag für Werner Verhältnisse nicht so zahlreich vertreten wie sonst, doch die Anwesenden haben ihr Bestes gegeben, um das Team irgendwie noch voran zu bringen. Leider erfolglos.
Wie die Mannschaft in Zukunft nach vorne zu bringen ist, muss sich zeigen. Im Endeffekt wird nur eins helfen. Wir müssen irgendwie den Kopf frei bekommen und wieder zurück zu unseren Stärken finden: Team- und Kampfgeist.



























