Banse "blockt": Die große Bescherung
WERNE Jana Banse ist Volleyballerin und spielt mit dem TV Werne in der zweiten Bundesliga. In einer wöchentlichen Kolumne berichtet die 23-Jährige exklusiv für die Ruhr Nachrichten über das Geschehen beim TVW. In der heutigen Ausgabe schreibt sie über höfliche Gastgeber und viele verschenkte Punkte.
Die Volleyballerin Jana Banse berichtet in einer Kolumne über das Geschehen beim TV Werne. (Foto: privat)
Allerdings habe ich in meiner Kindheit gelernt, dass es dann viele Geschenke gibt, wenn man auch besonders lieb war. Das kann ich jetzt so bei unseren Gegnern nicht unterschreiben. Die Spielerinnen haben uns mit guten Spielzügen geärgert und ihre Fans mit unangemessenen Zwischenrufen. Nicht nur deshalb waren wir mit unserem Punktegeschenken zu großzügig.
Stimmung war gedrückt
Wenn man das Spiel aus Sicht des Kindes sieht, was auch mal ein Geschenk haben möchte, dann haben wir wohl vieles falsch gemacht. Wir haben uns selbst mit nur wenigen langen und guten Spielzügen belohnt und Gladbeck hat uns mit Ausnahme einiger verschlagener Aufschläge und Angriffe nicht viel geschenkt.
Nach dem tollen Spiel gegen Oythe war die Vorstellung gegen Gladbeck schon bitter. Die Stimmung war gedrückt, nichts war mehr übrig von der Leichtigkeit und der "Wir-haben-nichts-zu-verlieren"-Attitüde. Hinzu kam, dass der Schiedsrichter mehrere – mitunter entscheidende Bälle – fälschlicherweise zu Gunsten der Gegner entschieden hat. Natürlich ist jedem Volleyballer klar, dass man ein Spiel in der Regel nicht wegen eines Schiedsrichters verliert. Doch wenn man beispielsweise im dritten Satz 15:14 führt und der Schiedsrichter dann eine fatale Fehlentscheidung trifft, dann ist das schon ärgerlich.
Zuversichtlich in die Rückrunde
Aber die Niederlage ist gar nicht das, was uns bedrückt. Es wäre einfach schön gewesen, die Hinrunde mit einem positiven Gefühl abzuschließen und zuversichtlich der Rückrunde entgegen zu blicken. Das hat leider nicht so ganz geklappt. Der einzige Trost: unsere Fans haben uns auch im zehnten Spiel noch gezeigt, dass sie an uns glauben und dass sie nicht die Zuversicht verloren haben, dass wir es in der Rückrunde besser machen werden. Vielen Dank dafür.
Wahrscheinlich sind wir alle froh, dass wir jetzt erst mal ein paar Tage ohne Volleyball haben, um den Kopf wieder frei zu bekommen. Und wer weiß: vielleicht liegt ja bei der einen oder anderen von uns ein bisschen Selbstvertrauen, Blocktechnik oder Abwehrstärke unterm Tannenbaum. Ich persönlich würde mich jedenfalls darüber unter meinem Baum sehr freuen.



























