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Medienhaus Lensing
24.11.2011 15:09 Uhr
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Sportlerporträt: Maren Rynas - eine Handballerin will in Liga zwei

WERNE "Ich bin ein Eins-gegen-Eins-Gänger", sagt Maren Rynas. Die 22-jährige Wernerin gilt als größte Handball-Hoffnung der Lippestadt. Vor knapp einem Jahr feierte sie im Trikot des BVB ihr Debüt in der 2. Bundesliga - ein Erlebnis, das sich möglichst schnell wiederholen soll. Ein Porträt.Von Florian Groeger

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Maren Rynas zieht energisch zum Tor.  (Foto: Peter Ludewig)

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Nebenbei stieg die Bochumer Sportstudentin mit dem Reserve-Team in die dritte Liga auf. „Das war ziemlich stressig, aber eine tolle Erfahrung“, sagt Rynas rückblickend – sie hat Blut geleckt.

Ihr damaliger Trainer Gustl Wilke lobte ihre Entwicklung: „Sie hat im Training enormen Ehrgeiz gezeigt und die Chance genutzt. Vor allem in der Abwehr hat sie ordentlich zugepackt.“ Die Wilke-Ära ist mittlerweile Geschichte, Alice Vogler – übrigens Aufstiegstrainerin der Reserve – übernahm das Zepter zur Saison 2011/12. „Beide sind tolle Trainer. Das war gut aufeinander abgestimmt“, erklärt Rynas, die bereits zu Grundschulzeiten beim TV Werne anheuerte. „Alle meine Freunde haben Handball gespielt. Und da ich keine Lust auf Fußball hatte, ging es zum TV Werne.“

E-Mail an den BVB - Einladung zum Training

Da nützte es auch nichts, dass der Vater dem Volleyball frönte. „Ich möchte mehr laufen“, so die Begründung. Nach der B-Jugend – Rynas hatte bereits erste Erfahrung bei den Senioren gesammelt – ging es zu Borussia Dortmund. „Beim TV gab es keine A-Jugend, da habe ich eine E-Mail an den BVB geschrieben. Die haben mich zum Probetraining eingeladen. Das passte sofort“, so Rynas.
Doch vor der Premieren-Spielzeit in Liga drei musste Rynas ihr Spiel unter der neuen Trainerin Sandra Rother umstellen. „Seit dieser Saison spiele ich Rückraum rechts. Das ist als Rechtshänderin nicht ganz so einfach, aber ich wachse da rein. Fast alle Spielzüge laufen über mich, ich übernehme Verantwortung“, stellt Rynas fest.

"Der Lernfaktor ist enorm hoch"

„In der Jugend habe ich auch schon im Rückraum gespielt, weil ich für mein Alter ziemlich groß gewesen bin. Jetzt bin ich gar nicht mehr so groß, spiele aber immer noch Rückraum“, scherzt die Wernerin.

„Ich will mich in neuen Liga bewähren und dadurch den Sprung in die Erste schaffen.“ Regelmäßig trainiert sie mit dem Vogler-Team, „der Lernfaktor ist enorm hoch“.

Drei Nationalspielerinnen im Team

In der Halle Wellinghofen, der Borussen-Heimat, geben drei Nationalspielerinnen – Dagmara Kowalska (Polen), Zuzana Porvaznikova (Slowakei) und Natasa Kocevska (Mazedonien) – ihre Erfahrung an den wissbegierigen Nachwuchs weiter. „Was die Dagmara im Rückraum spielt, unglaublich“, schwärmt Rynas. Dieser Einsatz führt in Training und Spiel unweigerlich zu Kratzern und blauen Flecken.

Für Rynas kein Problem: „So etwas gehört dazu. Wenn man sich in solchen Duellen durchsetzt, ist das doch super.“ Das ist Alice Vogler nicht verborgen geblieben. „Ich hätte gerne mehr Spielerinnen ihrer Sorte. Maren ist eine vorbildliche Sportlerin, die viele Möglichkeiten nach oben hat.“

"Die Halle ist mein Wohnzimmer"

Schwierigkeiten gibt es allerdings, wenn an der Ruhr-Uni die Klausurphase ansteht. „Wir trainieren vier Mal pro Woche. Das ist dann eine extreme Situation, die gutes Zeitmanagement erfordert“, so Rynas. Aber zumindest der Freitag ist geblockt – „da geht es nach Werne. Freunde treffen und entspannen.“

Wie sportaffin Maren Rynas wirklich ist, zeigt sich bei der Frage nach der persönlichen Lieblingstadt. Werne, Dortmunder oder Bochum? „Ich gehöre in die Halle. Das ist mein Wohnzimmer.“


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