Banse "blockt": Wieder einmal durchgefallen
WERNE Jana Banse ist Volleyballerin und spielt mit dem TV Werne in der zweiten Bundesliga. In einer wöchentlichen Kolumne berichtet die 23-Jährige exklusiv für die Ruhr Nachrichten über das Geschehen beim TVW. In der heutigen Ausgabe schreibt sie über den letzten Auftritt ihrer Mannschaft gegen Berlin und die Parallelen zwischen Volleyballspielen und Prüfungen.
Die Volleyballerin Jana Banse berichtet in einer Kolumne über das Geschehen beim TV Werne. (Foto: privat)
Doch wie das auch nach einer vergeigten Prüfung ist, so muss man sich auf den nächsten Termin vorbereiten. Denn am Ende der Schullaufbahn, des Studiums oder der Volleyballsaison zählt nur eins: die Gesamtnote bzw. der Tabellenplatz. Und jedes Einzelergebnis trägt dazu bei.
A-Note ungenügend, B-Note deutlich besser
Damit eine Prüfung gelingt, muss jeder seine Hausaufgaben machen. Die hat nach dem Bremen-Spiel vor allem unser Trainer sorgfältig erledigt, in dem er sich eine komplett neue Strategie überlegt hat. Unsere Aufgabe als Spielerinnen war es also, sie umzusetzen.
Hart daran gearbeitet haben wir alle und mit dem Ergebnis war Prüfer Marco gar nicht so unzufrieden. Zwar war die A-Note (Leistung) leider schon wieder ungenügend. Dafür war die B-Note (Aussehen) aber schon deutlich besser, als bei den letzten Spielen – zumindest in den ersten beiden Sätzen. In Satz eins und zwei gab es viele lange Ballwechsel, von denen wir nicht unerheblich viele gewonnen haben. Wir waren lange Zeit mit den Berlinerinnen gleichauf, konnten uns aber letztendlich nicht am Netz durchsetzen. Weder Angriff noch Block waren überzeugend und dadurch haben wir die Partie verloren. Doch einem muss ich widersprechen.
"Haben wieder Kampfgeist gezeigt"
Der gegnerische Trainer hat im Interview nach dem Spiel gesagt: "Wir waren deutlich überlegen und haben verdient gewonnen. Mehr gibt es dazu nicht zu sagen." Also dafür, dass er sich deutlich überlegen gefühlt hat, sahen seine Mädels auf dem Feld wenig entspannt aus. Wir haben ihnen die Punkte in den ersten beiden Sätzen (Satz drei stempeln wir mal als "Blackout" ab) nicht geschenkt. Und damit haben wir zumindest ein Ziel erreicht. Wir haben wieder Kampfgeist gezeigt und darauf lässt sich aufbauen.
Und ob wir unser Saisonziel – den sportlichen Klassenerhalt – am Ende bestehen, oder ob wir durchfallen, lässt sich jetzt noch nicht sagen. Zählen wir die Spiele in der Hinrunde mal als Probeklausuren. Spätestens in der Rückrunde wird dann gepunktet.



























