Marien-Hospital: Baby-Notarztwagen sorgt für sicheren Transport
INNENSTADT Eine "fahrende Intensivstation" hat am 1. Februar am Marien-Hospital ihren Dienst aufgenommen: Der neue Baby-Notarztwagen ermöglicht den sicheren und schnellen Transport von Neu- und Frühgeborenen.
Der neue Baby-Notarztwagen ist seit dem 1. Februar unterwegs. (Foto: Martin Leclaire)
Becker, Chefarzt für Kinder- und Jugendmedizin, erläutert: „Der Transport von Neu- und Frühgeborenen ist eine besondere Herausforderung und stellt hohe Ansprüche sowohl an die Ausstattung des Notarztwagens als auch an die fachliche Kompetenz des begleitenden Teams.“ Dazu zählt Aline Köhler.
Erster Einsatz in Hattingen
Die 22-jährige Rettungsassistentin ist – neben einem Neonatologen (Kinderarzt) und einer Schwester von der Intensivstation – mit dabei, wenn die „fahrende Intensivstation“ (Becker) ihren Dienst aufnimmt. Das ist in Witten seit dem 1. Februar der Fall.
„Unseren ersten Einsatz hatten wir in Hattingen. Ein Neugeborenes mit Atemnot“, erklärt Köhler. Doch diese Fahrten bilden eher die Ausnahme. „Primär ist der Transport von Klinik zu Klinik. Aber Ausnahmen bestätigen auch hier die Regel“, erläutert der Chefarzt.
Fotostrecke Neuer Baby-Notarztwagen am Marien-Hospital
„Wir müssen uns bei jedem Einsatz bei der Leitstelle an- und abmelden.“ Im Notfall wird der Baby-Notarztwagen somit zum normalen Rettungswagen. Dieser zeichnet sich in seiner speziellen Funktion durch einen mobilen Inkubator und ein Beatmungsgerät für Neugeborene aus.„Im besten Fall sollten Frühchen direkt in unserem Perinatal-Zentrum entbunden werden, da dort die Versorgungsmöglichkeiten deutlich besser sind. Ist das jedoch nicht möglich, kommt der Baby-Notarztwagen zum Einsatz.“ Und zwar täglich zwischen 8 und 20 Uhr.
Räumliche Nähe
Die räumliche Nähe ermöglicht dem Rettungsdienst beim Transport von Neugeborenen und Kleinkindern zukünftig eine schnellere Koordination. „Früher lief das über den normalen Rettungsdienst, da konnte das schon mal ein paar Minuten dauern. Jetzt sind wir deutlich flexibler“, lobt Becker.
„In über 90 Prozent sind dann Oberärzte mit an Bord. Das spricht für eine besonders hohe Qualität.“ Zusätzlich bekommt das gelbe Mobil noch ein Dach über dem Kopf – eine separate Garage befindet sich derzeit im Bau.
13-Stunden-Schicht
„Ich mache den Job jetzt seit 22 Jahren, viel besser waren die medizinischen Voraussetzungen noch nie. Und gerade das macht die Motivation in unserem Beruf aus“, sagt Dr. Jan-Claudius Becker, bevor sein Dienst an diesem Tag um 15 Uhr endet. Eine 13-Stunden-Schicht geht zu Ende.


























