DGB will Sozialticket für Witten
WITTEN Ein Sozialticket für die Armen, das ist eine Forderung, die der DGB bis zum Jahresende für Witten durchsetzen will. Denn: Wer mobil sein will und sich mit Hartz IV über Wasser halten muss, für den seien im monatlichen Regelsatz nur 12 Euro für den öffentlichen Personennahverkehr vorgesehen.
Die DGB fordert ein Sozialticket für Witten, das sogar über die Stadtgrenzen gülig ist. (Foto: dpa)
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Sozialticket macht Sinn
Er will z.B. mit Unterschriftensammlungen Druck auf die Politik ausüben, damit das Problem bis Jahresende möglichst behoben ist. „Die Leute sollen doch immer mobil sein und sich bewerben. Aber auch Ärzte, die Tafel und andere Einrichtungen sind oft nur über weite Anfahrtswege zu erreichen, so dass ein Sozialticket Sinn macht“, ist DGB-Kollege Michael Hermund überzeugt.
Nach Angaben von Christoph Kollmann aus der Pressestelle der Bogestra gibt es auch in Bochum und Gelsenkirchen schon Vorstöße für das Sozialticket. „Es ist vorstellbar auf der Grundlage eines Großkundenrabatts“, erläutert er. Die Modelle werden noch durchgerechnet. Ob Witten es sich aufgrund seiner Haushaltslage leisten kann, den erforderlichen Eigenanteil dafür zu erbringen, ist allerdings fraglich.
Dortmunder Sozialticket ist erfolgreich
In Dortmund ist das Sozialticket bereits ein Erfolg. Seit Einführung des 15 Euro teuren Monatstickets am 1. Februar verzeichnet die DSW21 bereits 10 000 Nutzer, sagt Wolfgang Herbrand, Pressesprecher bei den Dortmunder Stadtwerken.
Die DSW21 verkaufe die Tickets „zum Großkunden-Abo-Preis“ an die Stadt, die diese auf Antrag an sozial schwächer Gestellte aushändige.
Michael Hermund geht ein solches stadtbezogenes Ticket allerdings nicht weit genug. Er plant ein Ticket, mit dem die Nutzer auch über die Wittener Stadtgrenzen hinaus fahren können.
























