Annen und Rüdinghausen: Gemeinde-Fusion soll das Sparen leichter machen
WITTEN Die beiden evangelischen Kirchengemeinden in den Ortsteilen Rüdinghausen und Annen wollen enger zusammenwachsen. Zum 1. Januar 2013 werden die Gemeinden das tun, was andere – sowohl katholisch als auch evangelisch – schon hinter sich haben: Sie werden aus Kostengründen fusionieren.
Die Friedenskirche in Annen. (Foto: RN-Archiv)
Abnehmende Bevölkerungszahl
Nicht nur wegen Kirchenaustritten, vor allem auch wegen der abnehmenden Bevölkerungszahl werden Gemeinden kleiner und kleiner und sind irgendwann allein nicht mehr lebensfähig. Trotzdem blickt Elke Helmerich zuversichtlich nach vorn: „Niemand braucht Angst zu haben, dass etwas weggenommen wird. Wir haben hier zum Beispiel ein schönes großes Gemeindehaus mit viel Platz, das auch die Annener gern nutzen können.“
Pfarrer Claus Humbert, der am Wochenende mit seiner Gemeinde den Abschied vom Gemeindehaus feiert, weiß, dass den Menschen dort eine Menge Umgewöhnung abverlangt wird. Einen schnellen Wechsel von Annener Gemeindegruppen nach Rüdinghausen kann er sich trotz des netten Angebots nicht vorstellen: „Man muss abwarten, was zusammenwächst und dem Prozess Zeit lassen. Alle Gemeindegruppen sind untergekommen. Mit den Konfirmanden bin ich zum Beispiel im Messdienerraum der katholischen Gemeinde.“
Frist bis zum Jahresende
Bis zum Jahresende müssen Gebäudebestand und Personal unter einen Deckel gebracht werden. Auch die Gemeindebüros werden zusammengefasst. Kürzungen beim ohnehin knappen Personal sind, so Humbert, nicht im Gespräch: „Aber wenn eine Stelle frei wird, muss man sehen, ob und in welchem Umfang sie weitergeführt wird. Die Stelle des Jugendreferenten haben wir gerade von einer vollen Stelle auf 30 Stunden gekürzt.“
Noch stehen die Planungen für die Fusion ganz am Anfang. Gesucht wird auch ein Name für die neue große Gemeinde. Doch eines ist klar: Die Menschen in der Gemeinde sollen die Zeit, die sie brauchen, um zusammen zu finden, auch bekommen.























