Bürgerversammlung: Gutachten unterstützt Herbeder Ortszentrum
HERBEDE Die Herbeder Bürger haben auf der Bürgerversammlung in Herbede für ihr Zentrum eindeutig eine Lanze gebrochen. Sie wollen, dass es hier wieder vorwärts geht. Und wollen sich auch dafür einsetzen. Daher war auch das Ergebnis eines Gutachtens für sie erfreulich, das ihre Meinung zusätzlich bestärkt.
Ein Blick in die Meesmannstraße: Hier fühlen sich die Herbeder wohl, hier kaufen sie ein. (Foto: Barbara Zabka)
Ziel des Bürgergesprächs war eine öffentliche Diskussion über das Einzelhandelsgutachten „Überprüfung der einzelhandelsbezogenen Entwicklungszielsetzung für den Standortbereich Witten-Herbede“, das der Wirtschaftsdienst Einzelhandel (WDE) in Auftrag gegeben hatte.
Zentrum ist stabil geblieben
Das liegt schon seit dem Sommer vor, wurde aber noch nicht öffentlich vorgestellt. Diese Lücke schloss die Informationsveranstaltung im Markuszentrum. Marcus Föhrer vom Gutachterbüro „Stadt + Handel“ erläuterte das Gutachten. Sein Fazit: Das Herbeder Zentrum ist in den vergangenen vier Jahren stabil geblieben.
Und auch für die Zukunft setzen die Herbeder auf ihr Stadtteilzentrum. Gleich zu Beginn der Diskussion ergriff eine junge Herbederin das Wort. „Wir jungen Leute lieben unseren Stadtteil und kaufen hier auch ein. Was wollen wir mit einem Vollsortimenter, der unsere schöne kleine Einkaufsmeile kaputt macht? Kleine Geschäfte sind schön zum Stöbern und Bummeln. Sie sind individuell. Warum sollen wir das zerstören? Wir müssen eine klare Entscheidung zum Gerberviertel treffen, um die Meesmannstraße zu retten.“
"Es muss etwas passieren"
Für diesen Beitrag gab es Beifall vom Plenum. In der Tat schwebt die Unsicherheit um die Zukunft des Gerberviertels wie ein Damokles-Schwert über den Köpfen der Geschäftsleute. Niemand wagt, wirklich zu investieren. Die zunehmenden Leerstände machen auch den Herbedern Sorge. „Da muss unbedingt etwas passieren“, meinten sie mit Blick auf das Ende der Meesmannstraße.
„Deshalb brauchen wir auch keinen Vollsortimenter im Gerberviertel“, so die Meinung der anwesenden Herbeder. Ein weiteres Ergebnis der Veranstaltung ist, dass sich 15 Bürger bereit erklärt haben, in einem Arbeitskreis mit zu arbeiten, der sich konstruktive Gedanken um die Zukunft der Meesmannstraße machen will. Klaus Willmers, Geschäftsführer vom Einzelhandelsverband Südwestfalen, hat dem Arbeitskreis seine professionelle Unterstützung zugesagt.























