Blitzer-Marathon: Manche Messgeräte vertragen die Kälte nicht
WITTEN/BOCHUM Bei den eisigen Temperaturen machen die Laserpistolen, mit denen die Polizei landesweit Jagd auf Temposünder machen soll, schlapp. Der geplante Blitzer-Marathon steht allerdings trotzdem nicht auf der Kippe.
Der potenzielle Raser fährt vergnügt vorbei. „Ja, es stimmt, bei Temperaturen im zweistelligen Minus-Bereich schalten sich die Geräte ab“, bestätigte Kristina Räß, Pressesprecherin der Polizei Bochum.
Keine falschen Werte
Gleichzeitig nimmt sie all denjenigen den Wind aus den Segeln, die nun vermuten, die Geräte könnten – beeinträchtigt durch die Kälte – falsche Werte messen. „Da sich das Gerät abschaltet, gibt es auch keine falschen Messungen“, so Räß.
Auch steht der Blitzer-Marathon in Witten und Bochum nicht auf der Kippe. Andere Messinstrumente, wie Radargeräte, funktionieren auch bei Minustemperaturen im tiefen Bereich. Beim Landesamt für Zentrale Polizeiliche Dienste (LZPD) ist man vorsichtiger, was den Einsatz von Laserpistolen angeht.
„Wir werden den Teufel tun und gegen die Anweisung des Herstellers verstoßen. Wir wollen später keinen Schiffbruch erleiden“, sagt Pressesprecher Jörg Sommerfeld. Die Entscheidung, welche Geräte wann zum Einsatz kommen, liegt bei den lokalen Kreispolizeibehörden. „Die Beamten kennen sich mit den Geräten aus und werden entsprechend reagieren.“























