Helene-Lohmann-Realschule: Missio-Aids-Truck erklärte Schülern die Gefahren von HIV
BOMMERN Charles ist 17 und lebt in Südafrika. Sein bester Freund ist an Aids gestorben. Ob auch Charles infiziert ist? Er weiß es nicht. Diese fiktive, aber bewegende Geschichte lebten die Schüler der Helene-Lohmann-Realschule im Mission-Aids-Truck nach.
Marina auf dem "Martkplatz" des Aids-Trucks. Über die Kopfhörer hört sie die Geschichte einen Jugendlichen aus Afrika. (Foto: Julia Schemmer)
Das Besondere an dem 21 Meter langen Truck: Er bietet den Schülern nicht bloß eine theoretische Wissensvermittlung, sondern sie können sich die Welt Afrikas selbst erschließen.
Über Kopfhörer hören sie die Geschichte von Charles und durchlaufen dabei verschiedene Stationen: zum Beispiel einen afrikanischen Marktplatz, eine Rundhütte in Uganda, eine afrikanische Gesundheitsstation und eine deutsche Arztpraxis.
So sehen, hören und fühlen die Jugendlichen die Probleme des afrikanischen Teenagers nach und bekommen ein neues Bewusstsein für die Probleme, die Teile Afrikas nach wie vor mit Aids haben: Rund 22,4 Millionen Menschen sind allein in Südafrika mit HIV infiziert.
„Es geht darum, die Schüler für die Probleme dort zu sensibilisieren und sie gleichzeitig über die Krankheit aufzuklären“, sagt Christian Wütig von der Missio Diözesanstelle Paderborn.
Truck ist interessanter als reine Erzählung
„Für die Jugendlichen ist dieser Truck ein spannendes Erlebnis. Sie hören interessierter zu und lernen mehr, als wenn der Lehrer ihnen die Fakten einfach nur erzählt“, sagt Pastor Jan Soroka, der den Besuch des Trucks organisiert hat.
Der 13-jährige Nico stimmt zu: „Das war sehr interessant. Ich hab nicht erwartet, dass die Probleme so heftig sind.“ Klassenkameradin Michelle (14) findet: „So eine Aufklärung wäre auch in Afrika wichtig.“























