Landgericht Bochum: Rentner hielt Nachbarn für Geheimagenten: Angriff mit Knüppel
WITTEN/BOCHUM Weil er seine Nachbarn für Spione des persischen Geheimdienstes hielt, soll ein 69-jähriger Wittener der Familie das Leben zur Hölle gemacht haben. Seit Dienstag beschäftigt der Fall das Bochumer Landgericht. Es geht um die Unterbringung des mutmaßlichen Tyrannen in der geschlossenen Psychiatrie.
Auch den kurz danach zu Hilfe eilenden Ehemann (42) soll der 69-Jährige mehrfach mit dem Knüppel malträtiert haben, ehe er schließlich in seine Wohnung flüchtete. Das Paar erlitt zahlreiche Prellungen.
Ernste Gefahr für Allgemeinheit
Die Staatsanwaltschaft hält den Rentner wegen psychischer Störungen für unzurechnungsfähig, sieht in ihm eine ernste Gefahr für die Allgemeinheit und hat deshalb seine unbefristete Einweisung in die Psychiatrie beantragt.
Die frühere Nachbarin (37) sprach zum Auftakt des so genannten Sicherungsverfahrens von „fürchterlichen Zuständen“ in dem Haus an der Leibreddestraße. „Bei dem Mann wusste man nie woran man ist. Ich habe heute noch Angst vor ihm.“
"Die sind alle vom Geheimdienst"
Nachts habe er gegen Türen geschlagen, ständig habe er geschrieen und gefordert, irgendwelche Geräte abzuschalten. „Das war fürchterlich.“ Der mutmaßliche Tyrann wies die Beschuldigungen vor der 8. Strafkammer zurück: „Die sind alle vom Geheimdienst und lügen“.























