Theaterverein und TuS Stockum luden zu "In 80 Tagen um die Welt"
STOCKUM Im Dorf Stockum blieben am Samstagabend viele Fernseher kalt. Der Theaterverein und der TuS Stockum hatten zu einer Reise "In 80 Tagen um die Welt" eingeladen, und viele wollten dabei sein. So viele, dass die Eintrittskarten schon Tage vorher ausverkauft waren.
Die Clubmitglieder sind gespannt, ob Fogg seine Wette gewinnt. (Foto: Haddenhorst)
Das frei nach Jules Vernes Roman verfasste Theaterstück um den englischen Gentleman Phileas Fogg, der wettet in 80 Tagen die Welt umrunden zu können, unterlegte der TuS mit vielen abenteuerlichen Ausflügen in die weite Welt des Sports.
Da wurden wendige kleine Turner zu einer Riesengang von Bankräubern, die die Stockumer Post überfielen. Natürlich hatte der Theaterverein das Stück nach Stockum verlagert, denn dort identifizieren sich die Bewohner schließlich ganz innig mit ihrem "Dorf". Auf der Reise, die Fogg (Philipp Sieber) gemeinsam mit seinem gewitzten Diener Passpartout (Myriam Schüller) unternimmt, bekommen beide in den fernen Ländern viel zu sehen.
Zirkusreife Akrobatik
In Spanien und China gibt's zirkusreife Akrobatik der Turner. Die Damen aus der Bauchtanzgruppe empfangen mit einem Schleiertanz im Orient und lassen die Glöckchen an ihren prächtigen Glitzergewändern munter klingeln. Junge Tanzgruppen entführten das faszinierte Publikum nach Irland und Russland.
Da wurden vor allem die kleinen Ballettmäuse aus den Kindergruppen umjubelt, die zwar auf der immer geschickt ausgeleuchteten Bühne mitten in der Turnhallen nicht recht wussten wohin, aber eben einfach niedlich waren. Ebenso ging es den quirligen Pinguinen aus den Kleinkinder-Turngruppen.
Krimi und Liebensgeschichte
Selbst Badmintonspieler und Fußballer, letztere repräsentierten natürlich die Kickernationen Argentinien und Brasilien, fanden ihren Platz im Theaterstück, welches Krimi und Liebesgeschichte vereint: Fogg rettet eine schöne indische Witwe (Isabel Gluma) vor der Verbrennung und wird als Posträuber von einem Detektiv von Stockumyard verfolgt.
Verführerische Jazz-Tänzerinnen in Netzstrümpfen begrüßten zu den Klängen von "New York" - wie Charly Chaplin schwarze Zylinder und Stöcke schwingend - in der amerikanischen Weltmetropole. Sie ernteten ebenso stürmischen Beifall wie kurz zuvor Saskia Sterzenbach und Fabian Strucksberg, die mit sagenhafter Sportakrobatik eine Liebesgeschichte erzählten.























