Pflichtverletzung: Wachmann schenkte Häftlingen Bananen
WITTEN Dietmar Gielke, früher Torwart bei Borussia Dortmund und Preußen Münster, heute Wachmann bei der JVA Dortmund, klagte am Dienstag vor dem Verwaltungsgericht Münster: Der Wittener wollte es nicht hinnehmen, dass er 100 Euro Strafe zahlen sollte, weil er Gefangenen ein paar Bananen geschenkt hatte.
Dietmar Gielke (Mitte) und seine Anwälte Dr. Magnus Bergmann (rechts) und Stefan Teichert (links). (Foto: Martin von Braunschweig)
Die Vorwürfe: Der Wachmann soll Untersuchungs- und Strafhäftlinge verbotenerweise in eine Zelle gesteckt und darüber hinaus auch noch Bananen an die Gefangenen verschenkt haben.
"Einfach aus dem Knast rausgepölt"
"Die haben die Tür aufgeschlossen und mich einfach aus dem Knast rausgepölt", sagt Dietmar Gielke. Und das, obwohl er doch nun wirklich nichts Schlimmes gemacht hatte. Nach vier Monaten Suspendierung sah die Anstaltsleitung dies offenbar genau so. Der Wittener durfte wieder das machen, was er am liebsten tut: arbeiten. "Ich bin mit Herz und Seele Schließer", sagt er.
Keine Geschenke, nicht mal Bananen
Wachmänner dürften Gefangenen einfach nichts schenken - nicht einmal Bananen, hieß es. Vor der Disziplinarkammer klagte Gielke gestern gegen eben jenes Knöllchen.
Doch die Disziplinarkammer urteilte gestern weniger aus dem Bauch heraus, sondern rein formal und wies die Klage ab. Begründung: "Sie haben es sicher gut gemeint, aber der Weg zur Hölle ist auch mit guten Vorsätzen gepflastert."























