Projekt „wheelmap“: Witten soll rollstuhlgerechter werden
WITTEN Große Teile von Witten sind nicht rollstuhlgerecht. Das zeigt die Internetplattform „wheelmap.org“. Dass sich dieser Zustand schnell ändert, darum will sich die Evangelische Stiftung Volmarstein jetzt kümmern.
Die "wheelmap" weiß es: Der Kornmarkt ist nicht rollstuhlgerecht. (Foto: Ritscher)
„Im vergangenen Frühjahr kamen wir auf die Idee der Kartierung“, so Annika Nietzio von der Stiftung. Nietzio koordiniert das Projekt und erklärt: „Wir haben uns einfach überlegt, dass man vorhandene Möglichkeiten nutzen kann.“ Die vorhandenen Möglichkeiten sind Internetplattformen, die ohnehin schon existieren – nicht nur für Witten.
Gezielte Schulungen
Doch nun sollen bis zu fünf Wittener, die in Einrichtungen der Evangelischen Stiftung Volmarstein wohnen, gezielt geschult werden, um die Umstände in Witten und auch Wetter zu kartieren.
„Die Plattformen, mit denen wir arbeiten, sind wheelmap.org und rollstuhlrouting.de“, so Nietzio. Bei „rollstuhlrouting.de“ gehe es nicht um Orte, sondern um Strecken. Rollstuhlfahrer können Routen berechnen lassen, unter Einbeziehung der maximalen Steigung des Weges und der Oberflächenbeschaffenheit – so kann etwa Kopfsteinpflaster ausgeschlossen werden. „Die Kartierung soll etwa im Februar beginnen“, hofft Nietzio.
Verzögerter Beginn
Der Beginn habe sich verzögert, weil die Stiftung noch einen Antrag bei der „Aktion Mensch“ gestellt habe.
Dieser Antrag ging durch, nun wird das Projekt bis Ende Juni 2012 gefördert. Dadurch werden Schulungen möglich, die im Januar die Kartierer fit machen sollen. Außerdem sollen Unterlagen erstellt werden, die vielleicht auch den Plattformbetreibern später dienlich sein können.
Auch wenn sich auf den Internetseiten seit der Antragstellung etwas getan hat, weiß die Projektkoordinatorin: „In Witten ist noch ordentlich was zu tun.“ So müssen viele Orte erfasst und Informationen eingetragen werden. Deswegen baut Nietzio auf neue Helfer. „Sie sollen auch als Multiplikatoren auftreten und weitere Wittener anregen, die Portale zu nutzen.“























