Endgültiges Olympia-Aus: Judoka Behrla vergibt in Düsseldorf seine letzte Chance
WITTEN/DÜSSELDORF Beim bestens besetzten Grand Prix in Düsseldorf schied SU Annens Judoka Benjamin Behrla (100 kg) in der ersten Runde aus und verpasste dadurch endgültig die Qualifikation für die Olympischen Spiele im August in London. Es wäre nach 2008 seine zweite Teilnahme an den Spielen gewesen.
Das Aus für den Olympia-Traum: Elmar Gasimov wirft Benjamin Behrla (weiß) aus dem Turnier. (Foto: Dietmar Bock)
Benny Behrla hätte am Rhein schon gewinnen müssen, um so den innerdeutschen Vergleich mit den dann 200 verbuchten Gewinner-Punkten offen halten zu können. Für den SUA-Aushänge-Judoka war indes in dem 557 Athleten umfassenden Rekord-Teilnehmerfeld aus 86 Nationen in der ausverkauften, sehr stimmungsvollen Mitsubishi-Electric-Halle (zu) früh Schluss.
Beherzter Auftritt
Und das, obwohl der deutsche Vize-Meister beherzt zu Werke ging, deutlich aktiver als Elmar Gasimov war. Er setzte den Aserbaidschaner mit diversen Techniken und guten Ansätzen unter Druck und attackierte ihn ständig, ohne aber dafür mit einer Wertung belohnt zu werden.
So nutzte der ehemalige U 20-Europa-Meister nach der regulären Kampfzeit von fünf Minuten ohne Wertung im „Golden Score“ einen Konter zum siegbringenden Seoi-Nage (Schulterwurf). Behrla blieb so nur das bittere Nachsehen. Bei den kontinentalen Titelkämpfen Ende April im russischen Tscheljabinsk wird nun Dimitri Peters starten und dort versuchen, weitere Zähler für die London-Qualifikation abzugreifen.
Gürschner wird deutlich
Aus deutscher Sicht ist die Sache endgültig entschieden, wie auch Co-Bundestrainer Daniel Gürschner, der Behrla beim Kampf gegen Gasimov coachte, feststellte: „Das war es leider für Benny“, so dessen Vorgänger bei der SUA, der beim Deutschen Judo-Bund die U 23-Athleten trainiert.























