Triathlon: Nachträglich zum Deutschen Meister 2010 erklärt
WITTEN Das Asics Team Witten ist nachträglich zum Deutschen Mannschaftsmeister 2010 erklärt worden. Eineinhalb Jahre nach der streitbaren Disqualifikation von Thomas Springer beim Bundesliga-Rennen in Gladbeck und einer juristischen Langdistanz über verschiedenste Gerichte findet eine für den Sport unrühmliche Geschichte für das Triathlon-Team der TG Witten ein versöhnliches Ende.
Späte Genugtuung: Die Triathleten des damaligen Asics Team Witten mit Christian Prochnow (v.l.), James Seear, Thomas Springer, Matthias Zöll und Sebastian Rank dürfen nachträglich die Deutsche Mannschaftsmeisterschaft 2010 feiern. (Foto: RN-Archiv)
Was war passiert? Beim Auftaktrennen zur Triathlon-Bundesliga 2010 war Springer nur mit einem Radschuh gefahren, weil ihm beim Gedränge in der Wechselzone der am Rad befestigte Schuh abgefahren worden war. Im Ziel angekommen, bekam Springer dafür die Rote Karte, seine Zeit wurde aus der Wertung genommen. Damit war für die Wittener Rang eins beim Rennen in Gladbeck und damit auch in der Bundesliga-Gesamtwertung verloren. Zu Unrecht.
Urteil umgesetzt
Dem folgenden Einspruch von Seiten des Wittener Teams hatten sowohl das Verbandsgericht der Deutschen Triathlon-Union (DTU) als auch die von der DTU eingeschaltete Deutsche Institution für Schiedsgerichtsbarkeit (DIS) Recht gegeben. Nun hat die DTU das DIS-Urteil umgesetzt und den Wittenern den Siegerscheck zukommen lassen.
Top-Neuzugänge
Nach 2007 und den fünf Erfolgen in den Jahren 1996 bis 2000 ist die Meisterschaft 2010 der siebte Titel für die Wittener Triathleten bei den Männern, die Frauen waren seit 1996 sogar elf Mal Titelträger. Damit diese Erfolgsserie der Wittener nicht abreißt und um den Erzrivalen aus Buschhütten in die Schranken zu weisen, wird Teammanager Richard Gutt bei den Männern und bei den Frauen seine Kader mit nationalen und internationalen Top-Athleten verstärken.
Bei dem Männern sind mit Tony Moulai (Frankreich), Jarrod Shoemaker, Manuel Huerta (USA) und Ramon Ejeda Median (Spanien) einige Weltklasse-Athleten im Anmarsch. Verlassen wird das Team voraussichtlich Christian Prochnow, der zu seinem Heimat-Rennstall Zeppelin Potsdam zurückkehrt. Im Frauen-Bereich vermeldet Gutt mit Sarah Fladung und Juliane Straub (TV Erlangen) sowie Olesya Prystayko (Riederau) weitere Top-Neuzugänge.























