Triathlon-Bundesliga: Springers Strafe wird aufgehoben - TTW wieder im Titel-Rennen
WITTEN Die Chancen des Asics Team Witten auf den Titel des Deutschen Mannschaftsmeisters im Triathlon sind zu Beginn dieser Woche enorm gestiegen. Das Verbandsgericht der Deutschen Triathlon Union (DTU) entschied, dass die Disqualifikation von Thomas Springer im ersten Saisonrennen in Gladbeck aufgehoben werden muss.
Jubel bei Thomas Springer und dem Asics Team Witten: Die Disqualifikation des TTW-Athleten aus dem Rennen in Gladbeck wurde aufgehoben. Damit haben die Wittener wieder alle Chancen auf den Titel. (Foto: Robert Szkudlarek)
"Gerechtigkeit siegt", jubelte Teamleiter Richard Gutt, nachdem ihm die frohe Botschaft aus Frankfurt zugekommen war. "Das ist definitiv ein Grund zum Feiern und eine Entscheidung, die nicht nur für uns als Mannschaft, sondern auch für den gesamten Sport positiv ist." Denn nun muss Springers ursprünglich erzielte Zeit in die Wertung eingehen.
Diesem war bei seinem Debüt im Dress des Asics TEAM Witten beim Gladbecker Grand Prix Sprint beim ersten Wechsel ein Schuh auf dem Rad abgefahren worden. Mit nur einem Schuh absolvierte er die Radstrecke und kam nach dem Lauf mit der insgesamt zehntschnellsten Zeit des Tages ins Ziel. Hier wurde er von einem Kampfrichter der DTU disqualifiziert. Konsequenz dieser Strafe war, dass er als Letzter seines Laufes gewertet wurde und zudem eine Zeitstrafe von 30 Sekunden erhielt.
Gericht bewertet Strafmaß als unangemessen
Fristgerecht legten Verein und Sportler Protest gegen diese Entscheidung ein und haben nun beim Verbandsgericht einen großen Erfolg erzielt. Zwar hatte die DTU das Resultat aufrecht erhalten, weil sie die Disqualifikation durch das Barfußfahr-Verbot in der Sportordnung gedeckt sah und zudem argumentierte, dass gegen eine Tatsachenentscheidung eines Kampfrichters kein Einspruch möglich sei.
Aber diesen beiden Aspekten widersprach das Verbandsgericht ebenso wie der Verhältnismäßigkeit des Ausschlusses. Die Richter sahen die Vorgaben der Sportordnung als nicht eindeutig an. Da Springers Schuhverlust von einem Kampfrichter beobachtet wurde, der Sportler aber weder darauf hingewiesen noch verwarnt wurde, wertete das Gericht das verhängte Strafmaß als unangemessen und hob es auf.
Nun bleibt abzuwarten, wie die neue Wertung des ersten Bundesliga-Rennens aussehen wird. Offiziell liegt diese noch nicht vor. Doch sicher dürfte sein, dass Springer mit seiner Einschätzung richtig liegt: "Das Asics Team ist wieder im Titelrennen."























