Sportausschuss : Vermarktung von Erlenbruch und Waldstadion: Beschlüsse verschoben
WITTEN Auch der neu zusammengesetzte Sportausschuss unter Leitung von Lars König kämpft mit den alten Lasten: Weil der finanzielle Spielraum arg begrenzt ist, kann sich die Politik nur schwer zu irgendwelchen Entscheidungen durchringen. Beim Thema Verkauf der Sportflächen Waldstadion und Erlenbruch ist der Ausschuss in etwa so klug wie zuvor.
Lars König. (Foto: RN-Archiv)
Die Anfrage der SPD-Fraktion an die Verwaltung zum Sachstand Sportplatz Erlenbruch ergab: Der Bebauungsplan soll im Plaungsauschuss vorgelegt und beschlossen werden. Weil das Gelände vor einem Verkauf aber noch auf Bergschäden überprüft werden muss, ist mit einer Veräußerung - so diese denn beschlossen wird - nicht vor Ende 2011 zu rechnen.
Bebauung Waldstadion
Dies betrifft direkt die Baseballer der SU Annen Kaker Lakers, die nur zu gerne am Kälberweg im Rücken des SUA-Geländes einen Platz errichten möchten. Der Umzug könnte aber erst parallel mit der Abwicklung des Erlenbruch-Geländes erfolgen. Das "Frühjahr 2012" stellt die Verwaltung in Aussicht. Schneller gehen könnte es mit dem Bau von 15 bis 20 Häusern auf dem Waldstadion. Der Verkauf auch dieser Fläche ist vorgesehen, um die Finanzierung der Kunstrasenplätze in allen sieben Stadtteilen zu gewährleisten. Der SV Bommern 05, der am Goltenbusch schon mit den Hufen scharrt, wartet auf seine Berücksichtigung - und hat für den Bau eines Kunstrasenplatzes in diesem Jahr erst einmal schlechte Perspektiven. Zumal noch Beratungsbedarf zwischen den Fraktionen besteht. "Gehen wir den Weg der Veräußerungen gemeinsam weiter oder nicht?", fragte SPD-Vertreter Willi Humberg und erntete nur von der FDP Zustimmung. Der Arbeitskreis Sportstätten soll vermitteln.
Was passiert mit Sportpauschale?
Beschlossen hat der Sportausschuss hingegen die Ehrungsrichtlinien und die erneuerte Stadion- und Hallenordnung. Vorgeschlagen ist auch die Erhöhung der Entschädigungsleistung für Vereine, die Schlüsselverantwortung wahrnehmen. "12.000 Euro mehr Ausgaben stehen 440.000 Euro Einsparungen gegenüber, dieses Bonbon sollen die Vereine bekommen", sagte Sportdezernent Frank Schweppe. Ein brisantes Thema bleibt die Sportpauschale. Wie eine sinnvolle Verwendung der rund 270.000 Euro aussieht, darüber gibt es unterschiedliche Ansichten. Weil die Politik erst einmal nicht weiter weiß, geht auch dieser Punkt in den Arbeitskreis.

























