RN-Interview: "Werden mit einer guten Truppe auflaufen" - Marcel Maltritz vor dem Spiel gegen Heven
WITTEN Profifußballer in Witten? Gibt es! Marcel Maltritz, seit 2004 in Diensten des VfL Bochum, wohnt seit drei Jahren in Heven. Anlässlich des Gastspiels seines VfL gegen den TuS (Freitag, 18 Uhr, Bezirkssportanlage Stockum) gibt Maltritz im Interview zu, dass sein erster Eindruck vom Ruhrgebiet wenig positiv war - und dass sich das geändert hat.
Zum TuS Heven wechselt VfL-Profi Marcel Maltritz (noch) nicht, spielt aber am Freitagabend gegen den TuS. (Foto: Jürgen Koers)
Maltritz: Nein, das ist doch ein bisschen zu weit bis Stockum? (lacht) Wir treffen uns sicher mit der Mannschaft vorher am Stadion.
Aber es gefällt Ihnen schon hier in der Stadt?
Maltritz: Ja, sehr. Nicht nur, weil es nah zum Stadion und zur Arbeit ist. Der Kemnader See zum Beispiel ist toll.
Joggen Sie dort auch öfter?
Maltritz: Vor der Vorbereitung muss ich mich ja auch mal bewegen, bevor es wieder los geht. Das macht zwar keinen Spaß, aber es ist schön.
"Da kriegt man erstmal einen Schock"
Was gefällt ihnen sonst - und was nicht?
Maltritz: Ich mag das Ruhrgebiet allgemein. Als ich vor sechs Jahren das erste Mal aus Hamburg über die A 43 angefahren kam, habe ich zuerst Kühltürme gesehen. Da kriegt man erstmal einen Schock. Sobald man sich auskennt und weiß, wo man hingehen kann, ist es toll, hier zu wohnen. Gerade für die Kinder wird viel angeboten. Ich habe eine Tochter und einen Sohn, wir haben kurze Wege zum See, zum Schwimmbad, zur Schule, zum Kindergarten.
Maltritz: Man kann hier gut wohnen, die Innenstadt ist auch attraktiver geworden. Einige Kollegen waren häufiger mal bei mir. Denen hat es auch ganz gut gefallen.
Aber in Witten Fußball zu spielen kommt noch nicht in Frage, oder doch?
Maltritz: Mein Vertrag läuft im nächsten Sommer aus. (lacht) Man soll nie "Nie" sagen.
"Ich möchte gerne beim VfL bleiben"
Als gefühlter Wittener wollen Sie doch gar nicht mehr weg, oder?
Maltritz: Wir wohnen gerne hier, und ich möchte auch gerne beim VfL bleiben. Aber im Profigeschäft kann viel passieren. Wobei die Kinder jetzt so groß sind, dass ein Wechsel wohl überlegt sein will.
Zum Fußball: Ihr Sportvorstand Thomas Ernst hat betont, der VfL wolle seinen Fans wieder näher kommen. Wie sehen Sie das?
Maltritz: Das geht nur über Ergebnisse, über Erfolge. Wir hatten eine gute Vorbereitung, sind dann im Pokal sang- und klanglos in Offenbach ausgeschieden. Da kann man den Unmut verstehen. Aber die Fans sollten während des Spiels hinter uns stehen. Wenn Einzelne ausgepfiffen werden, verunsichert das ja auch die ganze Mannschaft.
Freuen Sie sich auf das Spiel am Freitag?
Maltritz: Ja, durchaus. Diese Spiele gegen unterklassige Mannschaften darf man nicht unterschätzen. Wir haben wenig Nationalspieler, werden mit einer guten Truppe auflaufen.























