RN-Interview: "Wir müssen warten, was beim VfL passiert" - Mario Stark spielt auf Zeit
WITTEN In vier Wochen startet die Westfalenliga-Saison, in zehn Tagen steht im Verbandspokal das erste Pflichtspiel an. Ob der SV Herbede allerdings überhaupt eine Frauenmannschaft ins Rennen schicken kann, ist nach wie vor offen, wie Koordinator Mario Stark im RN-Interview erklärt.
Mario Stark gibt die Hoffnung nicht auf, eine Damenmannschaft ins Westfalenliga-Rennen zu schicken. (Foto: Archiv)
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Stark: Teils, teils. Wir haben jetzt 14 Spielerinnen, die regelmäßig zum Training kommen und spielen wollen. Dazu haben wir mit Sonja Marold und Kathrin Spengler zwei Stand-by-Akteure. Hinzu kommt Kirsten Geesmann.
Das reicht nicht, um eine Saison in der vierthöchsten Spielklasse zu bestreiten, oder?
Stark: Nein, das wäre zu knapp kalkuliert. Wir müssen warten, was beim neuen Bochumer Großklub VfL passiert, der ja Wattenscheid und Harpen geschluckt hat. Dadurch ist der ganze normale Kreislauf an Spielerinnen gestört.
"Mir macht das in dieser Form nicht viel Spaß"
Gibt's ein Ultimatum?
Stark: Das Pokalspiel am 8. August müssen wir wohl sausen lassen und eine Strafe akzeptieren. Die Liga beginnt dann am 29. August. Kommen noch drei Spielerinnen hinzu, würde ich sagen, wir machen das. Wobei ich sagen muss: Ich kann keine Mannschaft auf die Reise nach Bielefeld schicken in der Gewissheit, dass die dort zehn Tore kassieren.
Das klingt frustriert.
Stark: Mir macht das in dieser Form nicht viel Spaß. Ich werde auch kürzer treten. Aber Fakt ist: Wir sind im Fußballkreis Bochum die Nummer zwei. Es wäre zu schade, wenn das alles zu Ende wäre, was wir uns zehn Jahre lang aufgebaut haben.
"Ich gebe die Hoffnung nicht auf"
Ist Herbede Leidtragender der Frauenteams in Bommern, Heven und bei der Spielvereinigung?
Stark: Für die Westfalenliga kann ich dort keine Spielerinnen finden. Aber den Aderlass von 18 Spielerinnen können auch wir nicht verkraften, erst recht nicht ohne Geld. Da ist uns das Gerüst weggebrochen.
Schlechte Aussichten für das WM-Jahr 2011 also?
Stark: Ich gebe die Hoffnung nicht auf. Nur: Es wäre schade, wenn wir uns ausgerechnet im Jahr der Frauen-WM vom leistungsorientierten Frauenfußball zurückziehen.

















