TuS Heven: Cinel-Effekt hält auch in Iserlohn - 4:1

HEVEN Drittes Spiel unter Onur Celik. Dritter Sieg. Fußball-Westfalenligist TuS Heven hat einen beeindruckenden Lauf, den auch die SF Oestrich-Iserlohn nicht stoppen konnten. Im Schleddestadion feierte die Cinel-Elf einen 4:1-Erfolg. Beeindruckend dabei: Die Hevener haben erst im zweiten Durchgang mit dem Toreschießen begonnen.

  • Hevens Trainer Onur Cinel.

    Hevens Trainer Onur Cinel. Foto: Jan Büsse

Dass die Hevener allerdings erst nach dem Seitenwechsel Fahrt aufnehmen konnten, lag klar am aggressiven Pressing der Gastgeber. Die Sportfreunde agierten so, wie Cinel es nicht erwartet hatte. Und seine Mannschaft ließ sich vom Iserlohner Forechecking beeindrucken. Die Folge: Heven spielte unsicher – und leistete sich eine Vielzahl an Fehlern. Dass in der Endabrechnung nur einer der Fehler bestraft wurde, ist Glück für Heven – und das große Pech der Sportfreunde.

Drei, vier Iserlohner Chancen

„Ausgehend von unseren Fehlern hätten wir uns nicht beschweren dürfen, wenn wir zur Pause höher zurückgelegen hätten“, sagte Cinel. Drei, vier richtig gute Chancen für die Hausherren sah Cinel allein in der ersten Halbzeit. Allerdings gelang der Elf von Trainer Tim Langenbach nur ein Treffer.

Fisnik Zejnullahu traf zur verdienten Führung der Gastgeber. Der TuS Heven hatte im ersten Durchgang lediglich statistische Daten zur Partie beigesteuert – und bei der Zahl der vermeidbaren Fehler ein positives Punktekonto erspielt.

Als Psychologe gefragt...

In der Halbzeitpause war Cinel als Psychologe gefragt. Er musste seine Schützlinge aufbauen – und traf mit seinen Worten augenscheinlich den Nerv seiner Mannschaft. Nach dem Seitenwechsel waren die Hevener deutlich präsenter, zielstrebiger – und vor allem genauer. Der Ball lief, der Gegner auch – nach rund einer Viertelstunde im zweiten Durchgang zogen die Hevener ein Power-Play in der Hälfte der Hausherren auf.

Durch die neu gewonnene Sicherheit erspielten sich die Gäste ein klares Plus – und das machte sich bezahlt. Erst traf David Nyenhuis (63.) nach feiner Vorarbeit von Stephen Lorenzen zum verdienten Ausgleich. Nur drei Minuten später brachte er die Hevener mit seinem zweiten Treffer in Front. Dass wiederum nur etwas mehr als einen Wimpernschlag später der eingewechselte Ümit Günkaya das 3:1 (69.) erzielte, spricht für den Druck, den die Hevener in dieser Phase entfacht haben.

Bälle der Verzweiflung

Von den Sportfreunden kam in und nach dieser Phase fast nichts mehr. Die Langenbach-Elf versuchte, das Mittelfeld mit langen Bällen zu überbrücken. Es waren Aktionen, die Ausdruck der Verzweiflung waren – vom Pressing der ersten Halbzeit war nichts geblieben. Gute Ideen und zündende Impulse fehlten im Spiel der Hausherren.

Den letzten Nadelstich ins Gemüt der unterlegenen Iserlohner setzte kurz vor dem Schlusspfiff der eingewechselte Alexander Hahn. „Wir haben Charakter bewiesen und uns auch von einer schwierigen Phase nicht aus der Bahn werfen lassen“, sagte Onur Cinel. Der Cinel-Effekt in Heven hält weiter an. Ein Sonderlob sprach der neue Chefcoach Stürmer David Nyenhuis aus, der sein kleines Formtief mit zwei sehenswerten Treffern (hoffentlich) zu den Akten gelegt hat.
SF Oestrich-Iserlohn - TuS Heven 1:4
Heven: Weusthoff, Kampik, Cetinbag, Kasumi, Krickhahn, Kiral (78. Hahn), Nour (62. Günkaya), Nyenhuis, Lorenzen (85. Golm), Witt, Doric.
Tore: 1:0 Fisnik Zejnullahu (26.), 1:1, 1:2, beide David Nyenhuis (63., 66.), 1:3 Ümit Günkaya (69.), 1:4 Alexander Hahn (90.).
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