«
1/1
»
Massenpanik bei der Loveparade in Duisburg. (Foto: dpa)
Massenpanik bei der Loveparade
Es war kurz nach dem Beginn der Abschlusskundgebung der Loveparade um 17 Uhr, als es zu der Massenpanik im Tunnel kam. In einem Live-Ticker haben unsere Reporter den ganzen Abend über die neuesten Ereignisse berichtet.
Anfangs war von zehn Menschen die Rede, die im Gedränge ums Leben gekommen sein sollen. Diese Zahl musste jedoch im Verlauf des Abends immer wieder nach oben korrigiert werden.
Lange nach dem Unglück feierten die Raver auf dem Gelände der Loveparade noch weiter. Das Handynetz war zusammengebrochen. Viele Festival-Besucher wussten gar nichts von den schlimmen Vorfällen im Tunnel. Währenddessen kamen Einsatzkräfte aus ganz Deutschland nach Duisburg. Krankenwagen steckten im Stau. Der Lärm der Rettungshubschrauber vermischte sich mit den Techno-Beats. Der Krisenstab der Stadt hatte entschieden, die Party nicht abzubrechen - um eine weitere Massenpanik zu verhindern.
Doch die Tragödie wude zunehmend greifbarer. Nach und nach verbreitete sich die Nachricht. Und immer mehr Menschen verließen das Festival-Gelände. Es gab erste Reaktionen von Ravern, Politikern und den Veranstaltern.
Sehr schnell wurde am Samstag über die Ursache für das Unglück diskutiert. Auch im Internet wurden die Vorwürfe gegen die Veranstalter immer deutlicher.
Am späten Samstagabend gegen 23 Uhr wurde es dann still auf dem Gelände der Loveparade. Die Party, die schon lange keine mehr gewesen war, ging zu Ende. Kriminalbeamte sicherten den Unglücksort.
Der Tag nach der Loveparade
Großes Entsetzen auch am Morgen nach der Katastrophe. Immer mehr Augenzeugen berichteten von den Vorfällen. Sie erzählten von den mangelhaften Sicherheitsvorkehrungen beim Festival.
Heftig wurde den ganzen Tag lang in Internet-Foren, auf Pressekonferenzen und in den Medien über die Ursache der Katastrophe diskutiert. Gegen Mittag stand dann fest: Eine Loveparade wird es nach diesem Unglück nie wieder geben.
Seit dem Wochenende stehen die Veranstalter der Loveparade sowie die Stadt Duisburg nun im Zentrum massiver Kritik. Bei vielen Menschen schlägt die Trauer in Wut um.