Hintergründe und Rückblick
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Berlin (dpa) Verteidigungsminister Karl-Theodor zu Guttenberg (CSU) will zu den jüngsten Vorwürfen in der Kundus-Affäre zunächst keine Stellung nehmen.
Sein Ministerium verwies am Freitag in Berlin darauf, dass Guttenberg im nächsten Monat vor dem zuständigen Untersuchungsausschuss des Bundestags als Zeuge aussagen werde. «Der Minister wird sich am 22. April in aller Ausführlichkeit äußern», sagte sein Sprecher Steffen Moritz. «Dann werden sich viele Dinge ja vielleicht aufklären.» Bei dem Bombenangriff in der Nähe des deutschen Feldlagers Kundus im Norden Afghanistans gab es im September 2009 bis zu 142 Tote und Verletzte.
Guttenberg war am Donnerstag vom ehemaligen Generalinspekteur der Bundeswehr, Wolfgang Schneiderhan, und dem früheren Verteidigungs-Staatssekretär Peter Wichert belastet worden. Beide wehrten sich im Ausschuss gegen Vorwürfe, sie hätten den Minister nicht ausreichend über das Bombardement informiert. Dazu sagte Moritz: «Der Minister hat die Aussagen nicht zu bewerten. Das ist Sache des Untersuchungsausschusses. Dazu wird es von ihm keine Stellungnahme geben.» Guttenberg hatte Schneiderhan und Wichert mit der Begründung entlassen, ihm seien zur Bewertung des Luftangriffs nötige Informationen vorenthalten worden.
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