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Berlin (dpa) Zwei Zentner Kokain, sechs Tatverdächtige, 200 Seiten Anklage: Nach einem spektakulären Drogenfund im Millionenwert hat die Berliner Staatsanwaltschaft die mutmaßliche Drogenbande angeklagt.
Vor den Zollbeamten liegt rund 100 Kilogramm Kokain, das zuvor in Bremerhaven sichergestellt worden war. Nun hat die Berliner Staatsanwaltschaft Anklage gegen sechs Männer erhoben, die für den Rauschgiftdeal verantwortlich sein sollen. Foto: Wolfgang Kumm/Archiv (Foto: dpa)
Den Männern im Alter zwischen 35 und 52 Jahren wird bandenmäßiger Rauschgifthandel vorgeworfen, wie der Sprecher der Anklagebehörde, Martin Steltner, mitteilte. Bei einer Verurteilung drohen dem Sextett Haftstrafen zwischen fünf und 15 Jahren.
Die Berliner Ermittler schlugen im August 2011 in Bremerhaven zu. Nachdem das Schiff aus Panama eingelaufen und das Kokain in einer Wohnung deponiert war, startete der Einsatz von Polizei und Zoll. «100 Kilogramm hochreines Kokain - das war für Berlin der größte Drogenfund seit Jahrzehnten», sagte Steltner. Die Ermittler landeten einen der größten Erfolge im Kampf gegen den internationalen Drogenschmuggel.
Die sechs Angeklagten sitzen in Untersuchungshaft. Drei waren in der Hauptstadt, drei in Bremerhaven festgenommen worden. Bei einem der Männer wurde auch eine Schusswaffe beschlagnahmt. Ein 52-jähriger Deutscher bestreitet laut Staatsanwaltschaft die Vorwürfe, die anderen schweigen.
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