Hintergründe und Rückblick
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London Das ehemalige Kreuzfahrtschiff «Lyubow Orlova» der Sowjets driftet seit Wochen ohne Besatzung im Nordatlantik. Medienberichten zufolge soll es jetzt etwa 2400 Kilometer vor der irischen Westküste entdeckt worden sein.
Die undatierte Aufnahme zeigt das ehemalige Kreuzfahrtschiff «Lyubow Orlova». (dpa)
Damit wäre es noch immer näher an Nordamerika, als an Europa, hätte aber schon rund 800 Kilometer ohne Besatzung zurückgelegt.
Das 100 Meter lange Schiff sollte von St. John im kanadischen Neufundland aus zum Verschrotten in die Dominikanische Republik geschleppt werden. Als das Tau des Schleppers zunächst am 23. Januar und dann nochmals am 31. Januar riss, ließen die Seeleute das Schiff mit 4251 Bruttoregistertonnen einfach treiben, weil die Wetterbedingungen ein erneutes vertäuen nicht zuließen.
Die kanadischen Behörden versuchten zunächst, die Situation zu klären, stellten dann aber fest, dass Schiff stelle weder für die kanadischen Küsten noch für Ölplattformen vor der Küste eine Gefahr dar. Es wurde alleine gelassen.
Das Geisterschiff sendet keinerlei Signale, so dass seine Ortung fast unmöglich ist. Die irische Küstenwache will es nun mit einer neuartigen Satelliten-Ortungstechnik versuchen, die Fachpublikation «New Fundland Shipping News» berichtet.
Das Schiff war vor einem Jahr von einer iranisch-karibischen Gesellschaft zum Schrottpreis von 275 000 US-Dollar aufgekauft worden. Der kanadische Sender CBC zitierte den Eigner am 13. Februar mit den Worten: «Ich versuche mein Bestes.»
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