Hintergründe und Rückblick
Opels langer Weg
Alle Entwicklungen beim Großkonzern und dem Werk in Bochum. mehr...
|
http://ad.de.doubleclick.net#oms.ruhr-nachrichten.de#nationalnews##2016211573#120#600#3
|
Stuttgart Heiner Geißler überrascht alle mit seinem Kompromissvorschlag zum Stuttgarter Bahnhof. Ob Bahn und Gegner einlenken, steht in den Sternen. Seit Monaten wird über das Milliardenprojekt bis in das kleinste Detail gestritten. Und nun soll alles ganz einfach sein?
Heiner Geißler, der Moderator bei der Präsentation eines Gutachtens der Schweizer Verkehrsberatungsfirma sma, spricht im Rathaus in Stuttgart.
Stuttgart-21-Schlichter Heiner Geißler hat überraschend einen weitreichenden Kompromiss im Streit um den Tiefbahnhof vorgeschlagen. Geißler regte am Freitag im Stuttgarter Rathaus eine kombinierte Lösung aus dem bestehenden Kopfbahnhof und der geplanten Durchgangsstation vor. Der Fernverkehr solle durch den neuen Tiefbahnhof mit vier statt acht Gleisen laufen, der Nahverkehr über einen ebenfalls verkleinerten Kopfbahnhof. Er habe den Vorschlag auch bereits der Bundesregierung und der baden-württembergischen Landesregierung zukommen lassen.
Friedenslösung
Das Papier, das er gemeinsam mit dem Schweizer Verkehrsberatungsbüro sma erarbeitet hat, trägt den Titel: „Frieden in Stuttgart.“ „Angesichts der enormen Risiken und der verhärteten Fronten fühle ich mich als Schlichter verpflichtet, alle Beteiligten zu bitten, die Chancen einer Friedenslösung zu prüfen“, schreibt der frühere CDU-Generalsekretär darin.
Verkleinerter Kopfbahnhof
Als Kompromiss schlägt Geißler konkret vor: „Die Grundidee einer durchgehenden Schnellfahrstrecke Mannheim - Stuttgart-Ulm mit einem tiefliegenden Durchgangsbahnhof in Stuttgart an heutiger Lage bleibt bestehen. Dagegen soll ein etwas verkleinerter Kopfbahnhof mit seinen Zufahrten und die Gäubahn auf dem Stadtboden von Stuttgart weiterhin in Betrieb bleiben.“
Stuttgart-21-Gegner akzeptieren Geißlers Kombilösung
Das Aktionsbündnis gegen das Bahnhofsprojekt Stuttgart 21 hat den Kompromissvorschlag von Schlichter Heiner Geißler als Verhandlungsgrundlage akzeptiert. „Wir sehen in dem Vorschlag eine Möglichkeit zum Kompromiss“, sagte die Sprecherin des Bündnisses, Brigitte Dahlbender, am Freitagabend im Stuttgarter Rathaus. Die Bahn müsse dann aber sofort einen Bau- und Vergabestopp verfügen.
Südwest-SPD lehnt Geißlers Kompromissvorschlag ab
Die in Baden-Württemberg mitregierende SPD lehnt den Kompromissvorschlag von Stuttgart-21-Schlichter Heiner Geißler ab. „Ich kann für unsere Seite nicht zusagen, dass wir dem in der Landesregierung zustimmen können“, sagte Finanz-Staatssekretär Ingo Rust (SPD) am Freitag im Stuttgarter Rathaus. Die von Geißler angeregte Kombilösung aus Kopfbahnhof und unterirdischer Durchgangsstation sei kein gänzlich neuer Vorschlag, der auch schon in der Schlichtung eine Rolle gespielt habe.
Hermann(Grüne) dafür, CDU dagegen
Baden-Württembergs Verkehrsminister Winfried Hermann (Grüne) sagte, Geißlers Vorschlag sei es wert, geprüft zu werden. „Wir werden diesen Kompromissvorschlag nicht einfach vom Tisch fegen“, sagte Hermann. Es sei jedoch verfrüht, schon jetzt konkret Stellung in der Sache zu beziehen. Zudem könne er nicht für die gesamte Landesregierung sprechen, da es zwischen Grünen und SPD zu Stuttgart 21 verschiedene Meinungen gebe. Die Südwest-CDU lehnte den Kompromiss ab. Das Konzept sei veraltet und schon früher verworfen worden, sagte eine Sprecherin.
Kombi-Modell billiger
Die Kosten für das Kombi-Modell schätzen sma und Geißler auf 2,5 bis 3 Milliarden Euro. Der Tiefbahnhof soll 4,1 Milliarden Euro kosten. In Geißlers Konzept würde der viergleisige, unterirdische Bahnhof direkt unter die heutigen Kopfbahnhofgleise gelegt. Die bisher geplante Durchgangsstation sollte quer zum bestehenden Bahnhof liegen.
Hermann erklärte, einen ähnlichen Vorschlag hätten die Grünen bereits in den 1990er Jahren gemacht, nun müsse Geißlers Variante untersucht werden. „Das Ziel von Heiner Geißler ist es, aus der völlig verfahrenen Situationen einen Ausweg zu finden. Alle sollten deshalb in sich kehren, sich keinem Vorschlag grundsätzlich verschließen.“ Dies gelte auch für ihn.
Fronten verhärtet
Kurz bevor Geißler seinen Vorschlag den Gegnern und Befürwortern unterbreitete, hatten sich die Fronten weiter verhärtet. Das Aktionsbündnis wollte bei der Präsentation der Ergebnisse des Stresstests für Stuttgart 21 den Raum verlassen, weil die Bahn sich nicht bereit erklärte, den bestehenden Kopfbahnhof einem Stresstest zu unterziehen. „Das ist eine Kampfansage“, sagte die Sprecherin des Bündnisses, Brigitte Dahlbender.

Interessantes, Bewegendes, Kurioses: Die Bilder des Tages zeigen Menschen, Momente und Ereignisse, die einen besonderen Eindruck hinterlassen haben. mehr...
BERLIN/DORTMUND Züge und Bahnhöfe verkommen neben den Fußballstadien mehr und mehr zum Spielfeld für aggressive Chaoten. Dem will jetzt auch die Deutsche Bahn mit Hilfe eines Fußball-Fan-Gipfels einen Riegel vorschieben. mehr...
BAKU Wilde Frauen, sanfte Männer, Stadion-Pop und Polka-Klänge, absurde Frisuren und Retro-Kleider: Im Finale des Eurovision Song Contest 2012 am Samstagabend treffen Pop-Welten aufeinander. Die 26 Teilnehmer im Kurzporträt in der Startreihenfolge mehr...
Münster Viele Kinder in NRW lernen die westfälische Landeshälfte in ihren Schulbüchern in erster Linie als dörfliches Hinterland kennen. Das ist das Ergebnis einer am Freitag in Münster veröffentlichten Studie. mehr...
New York 33 Jahre nach dem spurlosen Verschwinden des sechsjährigen Etan Patz in Manhattan steht die New Yorker Polizei vor dem Durchbruch: Polizeichef Raymond Kelly gab am Donnerstagabend (Ortszeit) die Verhaftung eines 51-jährigen Mannes bekannt. mehr...
ESSEN Die Tat bleibt unfassbar: Vor sechs Monaten wurde in der Essener Innenstadt ein Jugendfußballer erstochen. Tobias G. wurde nur 19 Jahre alt. Jetzt drohen dem Täter viele Jahre Gefängnis. mehr...

|
http://ad.de.doubleclick.net#oms.ruhr-nachrichten.de#nationalnews##49326294#350#125#12
|
|
http://ad.de.doubleclick.net#oms.ruhr-nachrichten.de#nationalnews##594522622#300#250#4
|