http://ad.de.doubleclick.net#oms.ruhr-nachrichten.de#nationalnews#dcopt=ist;#201043892#728#90#2
http://ad.de.doubleclick.net#oms.ruhr-nachrichten.de#nationalnews##1973337712#120#600#3
Medienhaus Lensing
12.01.2011 11:24 Uhr
Schriftgröße: A A A

Kabinett billigt neues Afghanistan-Mandat

Berlin (dpa) Und noch einmal zwölf Monate länger: Das schwarz-gelbe Kabinett hat das neue Mandat für den Afghanistan-Einsatz der Bundeswehr auf den Weg gebracht. Erstmals wird darin ein Termin für den Beginn des Abzugs genannt - wenn auch nur sehr vorsichtig.

«
1/1
»

Ein Bundeswehrsoldat sichert in Kabul einen Konvoi (Archivfoto vom 03.06.2009). 

Die Bundeswehr soll noch in diesem Jahr mit dem Abzug aus Afghanistan beginnen. Im neuen Mandat nennt die Bundesregierung erstmals ein Ziel für die Rückkehr der ersten deutschen Soldaten: Ende 2011. Allerdings gilt der Termin nur mit einer ganzen Reihe von Einschränkungen. Das neue Mandat für den bereits seit fast zehn Jahren laufenden Einsatz wurde am Mittwoch vom schwarz-gelben Bundeskabinett verabschiedet. Der Bundestag wird darüber am 28. Januar entscheiden. Erwartet wird eine klare Mehrheit.

Mit dem neuen Mandat wird die Grundlage für den weiteren Einsatz von bis zu 5350 Soldaten bis Februar 2012 geschaffen. Wörtlich heißt es: «Die Bundesregierung ist zuversichtlich, im Zuge der Übergabe der Sicherheitsverantwortung die Präsenz der Bundeswehr ab Ende 2011 reduzieren zu können.» Der Abzug soll aber nur stattfinden, wenn «die Lage dies erlaubt». Weder dürften die verbleibenden deutschen Soldaten noch die «Nachhaltigkeit des Übergabeprozesses» gefährdet werden.

Die Formulierung geht auf einen Kompromiss zwischen Außenminister Guido Westerwelle (FDP) und Verteidigungsminister Karl-Theodor zu Guttenberg (CSU) zurück. Der FDP-Vorsitzende wollte einen möglichst genauen Termin noch in diesem Jahr festschreiben lassen. Guttenberg bestand jedoch darauf, Bedingungen daran zu knüpfen. In den vergangenen Tagen hatte er mehrfach vor einem «leichtsinnigen Rückzug» gewarnt. Bislang wurden in Afghanistan 45 deutsche Soldaten getötet.

Westerwelle betonte am Mittwoch jedoch, dass es «an dieser Stelle» keinen Konflikt mit Guttenberg gebe. Im ZDF-«Morgenmagazin» verteidigte der Außenminister sein Beharren auf einem Termin: «Wenn wir keinen Plan machen, wie die Zukunft in Afghanistan weitergehen soll, dann entsteht nicht die Disziplin, auch nicht der Druck zum Beispiel auf die afghanische Regierung, um alles zu tun, damit die Lage dann auch da ist.» Insgesamt sind am Hindukusch noch etwa 150 000 internationale Soldaten im Einsatz, um eine Rückkehr der radikal-islamischen Taliban an die Regierung zu verhindern.

Offen wird gelassen, mit wie vielen Soldaten der deutsche Abzug beginnen soll. Im Mandat ist nur von einer «allmählichen Verringerung» die Rede. Derzeit sind etwa 4600 Frauen und Männer aus Deutschland am Hindukusch stationiert. Die Obergrenze für die gesamte Truppe bleibt mit 5350 Soldaten unverändert. Darunter sind auch 350 Soldaten als «flexible Reserve». Weiterhin bleibt es dabei, dass im Jahr 2014 die letzten Bundeswehr-Kampftruppen Afghanistan verlassen sollen. Deutschland will aber auch darüber hinaus Unterstützung leisten.

Der Vorsitzende des Bundeswehrverbandes, Ulrich Kirsch, warf der Bundesregierung vor, falsche Erwartungen zu wecken. «Die Soldaten glauben ohnehin nicht an diese Daten und den Zeitplan», sagte Kirsch der «Passauer Neuen Presse». Aus «wahltaktischen Gründen» würden hier falsche Erwartungen geweckt. Nach allen Umfragen wird der Einsatz von den meisten Bundesbürgern abgelehnt.

Bei der Abstimmung im Bundestag wird dennoch mit einer klaren Mehrheit über die schwarz-gelbe Koalition hinaus gerechnet. Auch die meisten SPD-Abgeordneten werden vermutlich zustimmen. Dazu will sich SPD-Chef Sigmar Gabriel noch in dieser Woche mit einer Afghanistan- Reise ein Bild von der Lage machen. Geplant ist neben Gesprächen in Kabul auch ein Besuch bei der Truppe. Bei den Grünen wird sich vermutlich die Mehrheit enthalten. Die Links-Fraktion lehnt den Einsatz geschlossen ab.



Fotostrecke
Farbenprächtiger Sonnenaufgang bei Morgennebel über den Oderwiesen nahe dem brandenburgischen Reitwein im Oderbruch. Foto: Patrick Pleul
1/100

Bilder des Tages

Interessantes, Bewegendes, Kurioses: Die Bilder des Tages zeigen Menschen, Momente und Ereignisse, die einen besonderen Eindruck hinterlassen haben. mehr...

Randale im Zug

1

DB-Konzern will Schäden durch Fußball-Fans eindämmen

Die Deutsche Bahn will verstärkt gegen Randale von Fußballfans in Zügen vorgehen.

BERLIN/DORTMUND Züge und Bahnhöfe verkommen neben den Fußballstadien mehr und mehr zum Spielfeld für aggressive Chaoten. Dem will jetzt auch die Deutsche Bahn mit Hilfe eines Fußball-Fan-Gipfels einen Riegel vorschieben. mehr...

Eurovision Song Contest

2

Tops, Flops und Retro-Pop: Die Finalisten 2012

Roman Lob in Baku. Foto: Ulf Mauder

BAKU Wilde Frauen, sanfte Männer, Stadion-Pop und Polka-Klänge, absurde Frisuren und Retro-Kleider: Im Finale des Eurovision Song Contest 2012 am Samstagabend treffen Pop-Welten aufeinander. Die 26 Teilnehmer im Kurzporträt in der Startreihenfolge mehr...

LWL-Studie

3

Ärger um Schulbücher: Westfalen als dörfliches Hinterland

So in etwa könnten sich Kinder nach Lektüre ihrer Schulbücher ganz Westfalen vorstellen, fürchtet der LWL nach einer Studie.

Münster Viele Kinder in NRW lernen die westfälische Landeshälfte in ihren Schulbüchern in erster Linie als dörfliches Hinterland kennen. Das ist das Ergebnis einer am Freitag in Münster veröffentlichten Studie. mehr...

Fall Etan Patz

4

Verdächtiger gesteht nach 33 Jahren Mord an Kind

Seit 33 Jahren verschwunden: Etan Patz. Foto: N.Y. Police Department

New York 33 Jahre nach dem spurlosen Verschwinden des sechsjährigen Etan Patz in Manhattan steht die New Yorker Polizei vor dem Durchbruch: Polizeichef Raymond Kelly gab am Donnerstagabend (Ortszeit) die Verhaftung eines 51-jährigen Mannes bekannt. mehr...

Prozess in Essen

5

Jugendfußballer erstochen - 18-Jährigem drohen neun Jahre Haft

ESSEN Die Tat bleibt unfassbar: Vor sechs Monaten wurde in der Essener Innenstadt ein Jugendfußballer erstochen. Tobias G. wurde nur 19 Jahre alt. Jetzt drohen dem Täter viele Jahre Gefängnis. mehr...

Lade TED
 
Abstimmung wird geladen, bitte warten...
 


http://ad.de.doubleclick.net#oms.ruhr-nachrichten.de#nationalnews##1361792022#350#125#12
Weitere Themen
Im November 2009 beschloss der GM-Verwaltungsrat überraschend, Opel doch zu behalten.

Hintergründe und Rückblick

Opels langer Weg

Alle Entwicklungen beim Großkonzern und dem Werk in Bochum.  mehr...

Die Fracking-Methode macht vielen Bürgern Angst. Hier demonstrieren Bürger aus Lünne im Emsland.

Widerstand wächst

Gasbohrungen in NRW

Geplante Erdgas-Bohrungen der Energiekonzerne sorgen für Konflikte.  mehr...

DFB-Museum in Dortmund

Fußball

Das Fußball-Museum des DFB kommt nach Dortmund! 2014 wird es eröffnet.  mehr...

Interview-Serie

Ein Gespräch in der Chefetage

Wir fühlen Top-Managern aus der deutschen Wirtschaft auf den Zahn.  mehr...

http://ad.de.doubleclick.net#oms.ruhr-nachrichten.de#nationalnews##8159417#300#250#4
Kontakt | Impressum | AGB | Datenschutz

Weitere Angebote aus dem Medienhaus Lensing:
MünsterscheZeitung.de | DorstenerZeitung.de | HalternerZeitung.de | GrevenerZeitung.de | EmsdettenerVolkszeitung.de | MünsterlandZeitung.de
Heja-BVB.de | Nahraum.de | immo.RuhrNachrichten.de