http://ad.de.doubleclick.net#oms.ruhr-nachrichten.de#nationalnews#dcopt=ist;#1902548958#728#90#2
http://ad.de.doubleclick.net#oms.ruhr-nachrichten.de#nationalnews##545962380#120#600#3
Medienhaus Lensing
11.09.2011 12:45 Uhr
Schriftgröße: A A A

Gespannte Lage im Nahen Osten: Nach Angriff Entspannungssignale aus Ägypten und Israel

Kairo/Tel Aviv Nach dem Sturm eines entfesselten Mobs auf die israelische Botschaft in Kairo mit Toten und Verletzten sind Ägypten wie auch Israel um Schadensbegrenzung bemüht. Die Regierung in Jerusalem spricht von einem „Anschlag auf den Frieden“, streckt aber auch die Hand aus.dpa

«
1/1
»

Wütender Protest: Nach dem Sturm eines entfesselten Mobs auf die israelische Botschaft in Kairo sind Ägypten wie auch Israel um Schadensbegrenzung bemüht. 

Artikel aus diesem Ressort
Lust auf mehr? Dann testen Sie uns! Erhalten Sie unsere Tageszeitung zwei Wochen lang gratis.
Lesen Sie die Ruhr Nachrichten als eZeitung auf dem iPad 2 - beides zusammen ab 19,99 €/ Monat* im Paket.

Israels Regierung hat die massiven Krawalle gegen ihre Botschaft in Kairo als „schwerwiegenden Vorfall“ verurteilt und zugleich Entspannungssignale an Ägypten gesandt.

Diplomat soll nach Kairo zurück

Ministerpräsident Benjamin Netanjahu sagte am Sonntag während der wöchentlichen Kabinettssitzung in Jerusalem, Israel berate mit Ägypten über die Rückkehr seines Botschafters und der anderen Diplomaten nach Kairo. Die Ägypter, die sich an dem Sturm auf die Botschaft beteiligt hätten, lehnten das Friedensabkommen sowie den Staat Israel ab. Netanjahu betonte aber: „Ich bin froh, dass es auch andere Stimmen in Ägypten und der Führung gibt, die den Frieden weiterbringen und bewahren wollen.“

Frieden darf nicht scheitern

Vize-Ministerpräsident und Geheimdienstminister Dan Meridor bezeichnete die Vorkommnisse im israelischen Rundfunk als „Angriff auf den Frieden zwischen Israel und Ägypten und die Stabilität in Nahost“. Ungeachtet dessen sei es aber weiterhin im Interesse Israels und Ägyptens, am Friedensabkommen festzuhalten. Sollte der Frieden zwischen den Nachbarländern scheitern, hätte dies weitreichende Folgen für die Region. „Es ist zweifellos sowohl im Interesse Israels als auch Ägyptens, dass wir unseren Botschafter dorthin zurückschicken“, sagte Meridor. Ägypten müsse jedoch für die Sicherheit der Diplomaten bürgen.

Ägyptens Regierung will hart Durchgreifen

Die ägyptische Regierung kündigte am Samstag ein hartes Durchgreifen gegen Demonstranten und einen besseren Schutz diplomatischer Vertretungen an. Gewalttätige Demonstranten hatten in der Nacht zum Samstag die israelische Botschaft gestürmt. Bei den Krawallen wurden drei Ägypter getötet und mehr als 1000 verletzt. Israelis kamen nicht zu Schaden.

Israel dankt Ägyten für Rettung des Diplomaten

Netanjahu dankte den ägyptischen Sicherheitskräften am Samstag für die Rettung israelischer Diplomaten und Sicherheitskräfte. Er verglich die politischen Umwälzungen in der arabischen Welt mit einem historischen Erdbeben. „Wir müssen ruhig und verantwortungsbewusst handeln“, wandte sich Netanjahu in einer vom Fernsehen übertragenen Rede an seine Landsleute.

Ausnahmezustand in Ägyten

Der ägyptische Informationsminister Osama Haikal sagte, die Behörden würden „alle Bestimmungen des Ausnahmezustandes anwenden“. Der Ausnahmezustand gilt in Ägypten seit mehr als 30 Jahren. Unter anderem erlaubt er willkürliche Festnahmen und Schnellverfahren. Er wurde auch nach dem Sturz des Präsidenten Husni Mubarak am 11. Februar nicht aufgehoben.


Während sich das US-Außenministerium tief besorgt äußerte, nahm die EU-Außenbeauftragte Catherine Ashton die ägyptischen Führung in die Pflicht. „Wir vertrauen darauf, dass dieser bedauerliche Vorfall ein einmaliges Ereignis war und dass die Behörden die notwendigen Maßnahmen ergreifen, um die Situation zu normalisieren“, sagte Ashton in einer am Samstagabend in Brüssel verbreiteten Erklärung.

Westerwelle manht

Bundesaußenminister Guido Westerwelle ermahnte Ägypten, die Gewalt zu stoppen. Wie das Auswärtige Amt am Sonntag mitteilte, telefonierte Westerwelle am Vorabend mit dem ägyptischen Außenminister Mohamed Kamel Amr und äußerte seine große Sorge über die Vorgänge rund um die Botschaft. Er erwarte von der Regierung in Kairo, dass ausländische Vertretungen zuverlässig geschützt würden.

Fotostrecke Sturm auf Israels Botschaft

In Kairo kursierten am Samstag Gerüchte über einen Rücktritt der Regierung von Ministerpräsident Essam Scharaf, der sein Kabinett für Samstag zu einer Krisensitzung einberufen hatte. Die Polizei wurde in höchste Alarmbereitschaft versetzt. Scharaf steht einer Übergangsregierung vor. Die eigentliche Macht liegt seit dem Sturz des Regimes von Husni Mubarak beim Militärrat.

Gewalt nach Wochen eskaliert

Seit Wochen ist es vor der israelischen Botschaft in Kairo immer wieder zu Protesten gekommen. Auslöser war der Tod von fünf ägyptischen Grenzpolizisten. Israelische Sicherheitskräfte hatten sie bei der Verfolgung mutmaßlicher palästinensischer Terroristen an der ägyptisch-israelischen Grenze vor drei Wochen erschossen. Erst nach erheblichem Drängen der ägyptischen Regierung äußerte Israel offiziell sein Bedauern.

Die Demonstranten stürmten das Kairoer Bürohochhaus, in dem die diplomatische Vertretung Israels untergebracht ist. Sie steckten die israelische Fahne in Brand. Im Gebäude verschanzten sich sechs israelische Sicherheitsbeamte und Diplomaten. Sie hätten von einem ägyptischen Sonderkommando befreit werden müssen, berichtete ein ranghoher israelischer Regierungsvertreter der Nachrichtenagentur dpa. Wie Stunden zuvor Botschafter Jitzschak Levanon und Dutzende Diplomaten und andere Israelis wurden die sechs mit einer israelischen Militärmaschine in die Heimat geflogen.

Israels Geheimdienstminister Meridor sagte, die Lage in Ägypten sei noch sehr instabil. „Es ist noch völlig offen, wie es ausgehen wird. Es begann mit westlichen Parolen, aber wird es mit einer islamistischen Herrschaft, einer Diktatur oder mit Demokratie enden? Dies werden die Wahlen im November entscheiden.“



Fotostrecke
Farbenprächtiger Sonnenaufgang bei Morgennebel über den Oderwiesen nahe dem brandenburgischen Reitwein im Oderbruch. Foto: Patrick Pleul
1/100

Bilder des Tages

Interessantes, Bewegendes, Kurioses: Die Bilder des Tages zeigen Menschen, Momente und Ereignisse, die einen besonderen Eindruck hinterlassen haben. mehr...

Randale im Zug

1

DB-Konzern will Schäden durch Fußball-Fans eindämmen

Die Deutsche Bahn will verstärkt gegen Randale von Fußballfans in Zügen vorgehen.

BERLIN/DORTMUND Züge und Bahnhöfe verkommen neben den Fußballstadien mehr und mehr zum Spielfeld für aggressive Chaoten. Dem will jetzt auch die Deutsche Bahn mit Hilfe eines Fußball-Fan-Gipfels einen Riegel vorschieben. mehr...

Eurovision Song Contest

2

Tops, Flops und Retro-Pop: Die Finalisten 2012

Roman Lob in Baku. Foto: Ulf Mauder

BAKU Wilde Frauen, sanfte Männer, Stadion-Pop und Polka-Klänge, absurde Frisuren und Retro-Kleider: Im Finale des Eurovision Song Contest 2012 am Samstagabend treffen Pop-Welten aufeinander. Die 26 Teilnehmer im Kurzporträt in der Startreihenfolge mehr...

LWL-Studie

3

Ärger um Schulbücher: Westfalen als dörfliches Hinterland

So in etwa könnten sich Kinder nach Lektüre ihrer Schulbücher ganz Westfalen vorstellen, fürchtet der LWL nach einer Studie.

Münster Viele Kinder in NRW lernen die westfälische Landeshälfte in ihren Schulbüchern in erster Linie als dörfliches Hinterland kennen. Das ist das Ergebnis einer am Freitag in Münster veröffentlichten Studie. mehr...

Fall Etan Patz

4

Verdächtiger gesteht nach 33 Jahren Mord an Kind

Seit 33 Jahren verschwunden: Etan Patz. Foto: N.Y. Police Department

New York 33 Jahre nach dem spurlosen Verschwinden des sechsjährigen Etan Patz in Manhattan steht die New Yorker Polizei vor dem Durchbruch: Polizeichef Raymond Kelly gab am Donnerstagabend (Ortszeit) die Verhaftung eines 51-jährigen Mannes bekannt. mehr...

Prozess in Essen

5

Jugendfußballer erstochen - 18-Jährigem drohen neun Jahre Haft

ESSEN Die Tat bleibt unfassbar: Vor sechs Monaten wurde in der Essener Innenstadt ein Jugendfußballer erstochen. Tobias G. wurde nur 19 Jahre alt. Jetzt drohen dem Täter viele Jahre Gefängnis. mehr...

Lade TED
 
Abstimmung wird geladen, bitte warten...
 


http://ad.de.doubleclick.net#oms.ruhr-nachrichten.de#nationalnews##997347619#350#125#12
Weitere Themen
Im November 2009 beschloss der GM-Verwaltungsrat überraschend, Opel doch zu behalten.

Hintergründe und Rückblick

Opels langer Weg

Alle Entwicklungen beim Großkonzern und dem Werk in Bochum.  mehr...

Die Fracking-Methode macht vielen Bürgern Angst. Hier demonstrieren Bürger aus Lünne im Emsland.

Widerstand wächst

Gasbohrungen in NRW

Geplante Erdgas-Bohrungen der Energiekonzerne sorgen für Konflikte.  mehr...

DFB-Museum in Dortmund

Fußball

Das Fußball-Museum des DFB kommt nach Dortmund! 2014 wird es eröffnet.  mehr...

Interview-Serie

Ein Gespräch in der Chefetage

Wir fühlen Top-Managern aus der deutschen Wirtschaft auf den Zahn.  mehr...

http://ad.de.doubleclick.net#oms.ruhr-nachrichten.de#nationalnews##1071187419#300#250#4
Kontakt | Impressum | AGB | Datenschutz

Weitere Angebote aus dem Medienhaus Lensing:
MünsterscheZeitung.de | DorstenerZeitung.de | HalternerZeitung.de | GrevenerZeitung.de | EmsdettenerVolkszeitung.de | MünsterlandZeitung.de
Heja-BVB.de | Nahraum.de | immo.RuhrNachrichten.de