| 2:4 - Hötteckes schwarzer Tag | |||||||||
| Von Sascha Fligge am 17. Mai 2008 16:43 Uhr | |||||||||
| DORTMUND Unrühmliches Ende einer fußballerisch desaströsen Saison: Borussia Dortmund verlor am Samstagnachmittag mit 2:4 (1:2) gegen den VfL Wolfsburg. Der zieht als Tabellenfünfter in den UEFA-Cup ein, die Borussia beendet das Spieljahr auf Rang 13 als Schießbude der Liga (62 Gegentore). | |||||||||
Gerade drei Minuten waren gespielt, da schlug die Stimmung im Stadion um: Wolfsburgs Sascha Riether köpfte von der Strafraumgrenze, Jakub Blaszczykowski hob das Abseits auf und BVB-Torhüter Marcel Höttecke ließ die Kugel einfach ins Tor kullern – 0:1. Wiederum 180 Sekunden darauf zog VfL-Offensivakteur Marcelinho aus 25 Metern ab, und diesmal rutschte dem Ersatz des Ersatzmannes zwischen den Dortmunder Pfosten der Ball „durch die Hosenträger“ – 0:2 (7.). Was für ein Katastrophen-Start für Höttecke.
Frei scheitert mit Strafstoß Der BVB verzeichnete seinen ersten Angriff mit Torabschluss in der 19. Minute (durch Giovanni Federico), ein ernsthafter Weckruf erfolgte aber erst durch den Anschlusstreffer: Hummels hatte Federico glänzend bedient, Letzterer passte quer – und vor dem Tor musste Alexander Frei nur noch den Fuß hinhalten, 1:2 (25.). Erst jetzt legte die Borussia zu, gewann mehr Zweikämpfe, wurde präziser in ihren Anspielen und steigerte die Laufarbeit. Was belohnt zu werden schien: VfL-Torhüter Diego Benaglio holte den steil geschickten Frei im Strafraum von den Beinen – der Gefoulte schoss selbst, scheiterte aber an seinem Landsmann (41.). Chance vertan.
Treffer nicht anerkannt Frei konnte mit seinem sechsten Saisontor (nach Pass von Federico) zwar noch den Anschlusstreffer erzielen (67.), doch dem vermeintlichen Ausgleichstor des Schweizers per Kopf wurde aufgrund einer Abseitsstellung die Anerkennung verwehrt (70.). Eine Fehlentscheidung, wie die TV-Bilder später zeigten. Statt des 3:3 fiel der vierte Treffer für den Gast: Marcelinho schob den Ball die Torlinie entlang, ließ Amedick und Wörns ganz alt aussehen - und am langen Pfosten staubte Grafite ab - 2:4 (77.).
Es könnte das letzte Gegentor von Thomas Doll als Trainer des BVB gewesen sein, denn die Zeichen verdichten sich, dass er gehen muss. Sportdirektor Michael Zorc sagte nach dem Spiel: "Wir werden die sportlich unbefriedigende Saison in den kommenden Tagen genau analysieren. Noch ist eine Entscheidung nicht gefallen. Wir gehen nicht mit einer festgelegten Meinung in dieses Gespräch hinein. Bitte haben Sie Verständnis, dass ich - Stand jetzt - nicht mehr zu diesem Thema sagen werde." |
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