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Klopp soll's werden
Von Sascha Fligge am 20. Mai 2008 22:32 Uhr
DORTMUND Real Madrid bekommt einen neuen Trainer: Dortmunds Ex-Profi Marcel Raducanu (53). Der hatte im Gespräch mit unserer Zeitung jedenfalls angekündigt: „Wenn Philipp Degen wirklich zum FC Liverpool wechselt, dann werde ich Coach von Real.“

Klopp
Klopp kann pokern. Zumindest ein weiterer Erstligist will ihn.
dpa
Am Dienstag wurde der Transfer des BVB-Verteidigers (bis 2011) bestätigt. „Er ist ein offensiver Spieler mit großer Energie und Siegermentalität“, lobte Liverpools Teammanager Rafael Benitez. Mit dieser Meinung surft er nicht auf Raducanus Wellenlänge.

Degen selbst hat mit Dortmund abgeschlossen. Seine Aussage von vor wenigen Wochen („Da ist mit Liverpool nichts am Köcheln“) ersetzt er nun durch ein „Da läuft schon eine ganze Weile was“. Sein Fazit nach drei Jahren Ruhrpott: „Ich glaube, alles wäre anders gelaufen, wenn ich nicht so viel auf die Mütze gekriegt hätte. Aber ich habe beim BVB eine Menge gelernt.“

"Sprechen nicht öffentlich"

In diesen Tagen ist Degen ohnehin nicht mehr als eine Fußnote der Diskussionen. Bohrende Fragen befassen sich ausschließlich mit dem Thema „Nachfolge von Trainer Thomas Doll“. „Wir sprechen nicht öffentlich über Kandidaten“, sagte Sportdirektor Michael Zorc am Dienstagabend.

Es ist allerdings davon auszugehen, dass schon der Plural in Zorcs Aussage irreführend ist. Denn nachdem Dortmunds klare Nummer 1 Leo Beenhakker (65) entschieden hatte, nicht mehr täglich auf dem Rasen stehen und stattdessen weiterhin die polnische Nationalmannschaft betreuen zu wollen, legte sich der BVB auf einen Kandidaten fest: Jürgen Klopp (Foto; 41 Jahre/Mainz 05). Der ebenfalls gehandelte Christian Gross (53, FC Basel) spielt definitiv keine Rolle, Michael Laudrup (44, hat beim FC Getafe gekündigt) will nicht in die Bundesliga. Seine Forderungen wären dem Vernehmen nach ohnehin schwer zu erfüllen gewesen.

Konkurrenz aus dem Westen

Aus dem Umfeld Klopps verlautete, der Coach sei sich mit Dortmunds KGaA-Boss Hans-Joachim Watzke einig. Watzke dementierte, verwies aber darauf, „dass es wünschenswert wäre, den neuen Trainer in dieser Woche zu präsentieren“. Nach Informationen unserer Zeitung wird zurzeit intensiv mit Klopp verhandelt. Das Problem: Vor allem Leverkusen, aber auch Köln, soll ebenfalls interessiert sein. Am Dienstagabend diskutierte Bayers Fußballspitze über die Zukunft des aktuellen Trainers Michael Skibbe. Bei Redaktionsschluss war noch keine Entscheidung gefallen.

Der FSV Mainz 05 hat die Suche nach einem „Klopp-Klon“ derweil bereits abgeschlossen. „Wir brauchen einen, der ihm ähnlich ist“, hatte Präsident Harald Strutz zuletzt gesagt. Gestern stellte er Jörn Andersen (45/zuletzt Kickers Offenbach) vor...

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