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Perfekt: Zidan + 4,5 Millionen für Petric
am 16. August 2008 11:11 Uhr
DORTMUND Der Ringtausch ist perfekt. Nach 29 Bundesligaspielen und 13 Toren wechselt Borussia Dortmunds Angreifer Mladen Petric (27) zum Hamburger SV (wir berichteten bereits am Freitag). Im Gegenzug verpflichtet der BVB den beim HSV zutiefst unzufriedenen Mohamed Zidan (26), der sich einst unter dem jetzigen Dortmunder Coach Jürgen Klopp beim FSV Mainz 05 einen Namen machte.
1. Fussball Bundesliga
Keine traute Zweisamkeit mehr: Petric (links), Klopp.
DeFodi (DeFodi)
Als Abstandssumme für Petric erhält der BVB nach Informationen unserer Zeitung zudem rund 4,5 Millionen Euro plus eine Erfolgsbeteiligung. Das frische Geld verbessert die Dortmunder Ausgangssituation bei der Suche nach einem variabel einsetzbaren Mittelfeldspieler.

Petric hatte bei den Schwarzgelben zuletzt angeblich auch aufgrund unterschiedlicher Auffassungen über das Leistungsniveau und den internen Status des Profis Probleme sowie chronische zwischenmenschliche Schwierigkeiten mit Stürmer Alexander Frei. Der Wechsel zum Team von Trainer Martin Jol, das am Freitagabend mit einem 2:2 beim FC Bayern München in die Saison startete, war sein ausdrücklicher Wunsch. Aus Hamburg verlautete gestern, Petrics Bruttogehalt dürfe künftig bei fast drei Millionen Euro liegen.
 
In Dortmund passte der Mann mit der sensationellen Schusstechnik, der auch aufgrund von Verletzungen bislang ein auffallend schwaches Jahr 2008 spielt, nicht in das System des neuen Trainers Jürgen Klopp. Dessen Fußball richtet sich schon im Spiel gegen den Ball an explosiven, laufstarken Spitzen aus. In Nelson Valdez bietet der Kader ihm zurzeit allerdings nur einen Angreifer, auf den dieses Profil zutrifft. Zum Auftakt in Leverkusen gehörte Petric am Samstag schon nicht mehr zum BVB-Kader. Er weilt bereits in Hamburg, um letzte Details zu klären. Im Falle eines Ligaeinsatzes für Dortmund hätte er Hamburg in der Europapokal-Saison nicht mehr zur Verfügung gestanden.

"Mehr Durchschlagskraft gewünscht"
 
Petrics Nachfolger Mohamed Zidan wiederum galt beim HSV als geradezu untrainierbar. Vor wenigen Monaten zerschnitt der wendige, schnelle Ägypter das Tischtuch zum Verein endgültig, als er im Interview mit einer Kopenhagener Zeitung über seinen Ex-Trainer Huub Stevens urteilte: „Er hat mich behandelt wie Scheiße!“ In Mainz erzielte Zidan unter Klopps Führung in 41 Spielen 22 Tore. In Bremen (15/3) und beim Hamburger SV (21/2) wurde er den Erwartungen, die in ihn gesetzt wurden, aber nie gerecht.
 
In Hamburg endet Zidan als Missverständnis. Die Nordlichter hatten sich den Transfer des Ägypters vom FSV Mainz 05 im Sommer 2007 fünf Millionen Euro kosten lassen. Uwe Seeler, Ehrenspielführer der deutschen Nationalmannschaft und Hamburger Fußball-Denkmal, urteilte schon wenige Monate nach dem Kauf: „Er ist kein Brecher. Ich hätte mir vorn etwas mehr Durchschlagskraft gewünscht.“
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