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Star-Boulevard: Erster Stern für Marlene Dietrich
am 5. Februar 2010 16:58 Uhr
Filmlegende Marlene Dietrich (1901-1992) bekommt auf dem Berliner Boulevard der Stars den ersten Stern. Während der Berlinale soll er am 12. Februar erstmals präsentiert werden.
Marlene Dietrich
Eine Computeramination zeigt den geplanten Marlene-Dietrich-Stern und ein Foto der Schauspielerin.

Danach wird das als Touristenattraktion angelegte Filmdenkmal auf dem Potsdamer Platz gebaut. Die Eröffnung mit den ersten 40 Sternen ist im September geplant, sagte Projektchefin Georgia Tornow. «Wir wollen das wie ein Filmfest feiern.» Auf dem roten Teppich aus Asphaltguss sollen Film- und Fernsehschaffende vor und hinter der Kamera geehrt werden. 

Anders als in Hollywood wollen die beiden Berliner Büros Art + Com und Graft Architekten den etwa eine Million Euro teuren Boulevard nicht als statisches Ruhmespflaster, sondern als interaktives Premieren-Defilee verstehen. Blickt der Besucher zum Beispiel durch eine Spezialkamera, scheint der Star über dem etwa 50 Zentimeter großen Stern aus Messing zu schweben.

Das Prinzip dieses Apparats mit Spiegel und Dia kommt aus dem 19. Jahrhundert und heißt «Pepper's Ghost Effect». Besucher können sich so auch mit den Filmlegenden fotografieren lassen. Scheinwerfer beleuchten die Sterne, die im Mittelstreifen auf der Potsdamer Straße vor dem Filmmuseum eingelassen sind. Auch ein Autogramm ist eingraviert, das sich Besucher mit Bleistift und Papier abpausen können.

In der Fachjury, die die Geehrten aussucht, sitzen unter anderem Berlinale-Chef Dieter Kosslick und Schauspielerin Senta Berger, die Präsidentin der Deutschen Filmakademie. Die Geehrten sollen aus verschiedenen Epochen stammen sowie aus Ost und West kommen. «Wir wollen gerne, dass es eine Debatte gibt», sagte Tornow.

Senatsbaudirektorin Regula Lüscher erinnerte daran, dass der Weg zum Boulevard der Sterne nicht einfach war. Der Entwurf von Stararchitektin Zaha Hadid aus einem ersten Wettbewerb konnte nicht realisiert werden. Der Wettbewerb musste neu ausgeschrieben hat. «Ich glaube, die Arbeit hat sich gelohnt», sagte Lüscher, die die kulturelle Bedeutung des Boulevards unterstrich.

 
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