MÜNCHEN Günter Grass (84) dichtet wieder: Knapp zwei Monate nach seinem umstrittenen israelkritischen Text geht der Literaturnobelpreisträger in neuen Versen diesmal mit Europas Griechenland-Politik hart ins Gericht. Das Gedicht, das heute in der „Süddeutschen Zeitung“ erscheint, trägt den Titel „Europas Schande“. mehr...
RECKLINGHAUSEN Minutenlang prasselt der Applaus, die Künstler sind schon ganz verlegen. Doch sie haben es verdient. "Areja", diese Multimedia-Show aus Bilderpoesie, Ballett und fulminanter Artistik ist ein Glanzlicht der Ruhrfestspiele. mehr...
DORTMUND Zu Pfingsten zeigt sich der Frühling von seiner besten Seite - das passende Wetter für Kultur unter freiem Himmel. Wir haben Tipps für das Wochenende für Sie zusammengestellt. mehr...
ESSEN. Genau 30 Jahre nach dem Tod von Peter Weiss ("Marat/Sade") hat das Schauspiel Essen dem Autor zu einer späten und eindrucksvollen Uraufführung verholfen: Tilman Neuffer und Thomas Krupa brachten am Donnerstagabend seinen dreibändigen, rund tausendseitigen Roman "Die Ästhetik des Widerstands" auf die Bühne des Grillo Theaters. mehr...
DORTMUND Sie kann spielen, was sie will, selbst zeitgenössische Musik. Das Publikum liegt Anne-Sophie Mutter zu Füßen. Die 48-jährige Geigerin ist eine Lichtgestalt der Klassik. Am Donnerstag ließ sie ihre Stradivari im Konzerthaus Dortmund in drei Violinkonzerten leuchten und überstrahlte damit auch Wiener und Berliner Philharmoniker, die das Kammerorchester Wien-Berlin bildeten. mehr...
BOCHUM Was da "Vor Sonnenaufgang" auf dem Bauerngut der Krauses geschieht, ist unsagbar schrecklich. Intendant Anselm Weber setzt im Bochumer Schauspielhaus einen gezielten Schock ans Ende seiner Inszenierung von Gerhart Hauptmanns Sozialdrama. Eine tiefe Verunsicherung kurz vor dem Applaus, die der Abend, der von einem blendend aufgelegten Ensemble lebt, jedoch vertragen kann. mehr...
Für Schrullig-Schräges hat Wes Anderson ("The Royal Tenenbaums") ein Händchen. In seinem neuen Film "Moonrise Kingdom" flüchtet ein zwölfjähriges Paar zu "Flitterwochen" in die Wildnis: Farce, Märchen, Groteske verschmelzen zu einer charmant spinnerten Komödie mit Herz. mehr...
SELM Es ist bereits eine Art Familientreffen geworden. Zum siebten Mal kommen auf Schloss Cappenberg 24 Musikerinnen und Musiker zusammen, um eine gute Woche lang miteinander zu proben und in acht Konzerten bis Pfingstmontag gemeinsam Kammermusik zu präsentieren, wie sie nicht so häufig auf der Bühne zu erleben ist. Viele der Musiker sind treue Weggefährten und gute Freunde der musikalischen Festivalleiterin und Geigerin Mirijam Contzen. mehr...
OBERHAUSEN Mehr als drei Millionen Zuschauer hat das Udo-Jürgens-Musical "Ich war noch niemals in New York" seit 2007 begeistert. Nun kommt das Erfolgsstück ins Ruhrgebiet: "Leinen los" heißt es ab März 2013 im Stage Metronom Theater in Oberhausen. mehr...
Es gibt Filme, wo man beim Thema Fortsetzung "Nicht schon wieder" stöhnt. Und dann welche, denen man ein freudiges "Ja, bitte!" entgegen ruft. Für "Men in Black 3" steht die Ampel eindeutig auf Grün. mehr...
RECKLINGHAUSEN Kann eine Inszenierung eine Legende sein? "Onkel Wanja" kann. 2008 die "Inszenierung des Jahres", die beiden Hauptdarsteller Jens Harzer und Ulrich Matthes teilten sich für ihre Rollen den Titel "Schauspieler des Jahres", der Regisseur Jürgen Gosch erhielt wenig später den Welttheaterpreis. Kann ein solcher Abend vier Jahre nach der Premiere noch halten, was er verspricht? "Onkel Wanja" kann. mehr...
OBERHAUSEN Sparen durch Kooperation - diese Idee hat Oberhausens Kulturdezernenten Apostolos Tsalastras. Er strebt eine Zusammenarbeit mehrerer Ruhrgebietstheater an, um den Oberhausener Theateretat von 7,4 Millionen Euro um zwei Millionen zu reduzieren. Die Idee ist nicht neu und der Not geschuldet, schließlich ist Oberhausen die am höchsten verschuldete Stadt Deutschlands. mehr...
OBERHAUSEN Verpackungskünstler Christo plant 2013 wieder eine Großinstallation im Gasometer Oberhausen. Unter dem Motto "Big air package" bereite der 76-Jährige im Inneren des 117 Meter hohen einstigen Gasspeichers eine begehbare Skulptur mit Kunststoffhülle vor. mehr...
MÜLHEIM In der Ruhe liegt die Kraft. Das gilt definitiv für den Pianisten Radu Lupu, der am Montag nach seinem Konzert in der Stadthalle Mülheim mit dem Preis des Klavier-Festivals Ruhr ausgezeichnet wurde. Intendant Franz Xaver Ohnesorg würdigte den 66-jährigen Rumänen für sein "so beseeltes Spiel". Als Stipendiaten, der 2013 beim Klavier-Festival debütieren darf, benannte Lupu den 15-jährigen Spanier Martin Garcia Garcia. mehr...
DORTMUND Des einen Freud, des anderen Leid beziehungsweise Ärger: Die Gesellschaft für musikalische Aufführungs- und mechanische Vervielfältigungsrechte (Gema) präsentierte sich gestern bundesweit in allen sieben Bezirken beim Aktionstag „Kultur gut stärken“. In Dortmund tagte der mit 103 Mitarbeitern größte Bezirk im Industrieclub. mehr...
RECKLINGHAUSEN Marianna Salmanns "Muttermale Fenster Blau" kam bei den Ruhrfestspielen zur Uraufführung.Carina Riedl inszenierte mit starken Darstellern einen quälenden Blick in menschliche Abgründe - mit einem großen Geheimnis. mehr...
SCHWETZINGEN/DORTMUND Legenden umranken die Oper "Rosamunde" von Albert Schweitzer. Gut 230 Jahre nach der Uraufführung feierte sie bei den Schwetzinger Festspielen am Sonntag ihre Wiederauferstehung. - In der Inszenierung des Dortmunder Opernintendanten Jens-Daniel Herzog, mit Beteiligung von Sängern des Theater Dortmund. mehr...
ESSEN. Das Bühnenbild ist spärlich. Rechts steht ein Tischchen mit ein paar Stühlen drumherum, links haben die Bühnenbildner eine Hausfassade aus Holz und Pappe platziert. Dazu ein bisschen Licht - das war´s. Den Rest müssen die Könige des Lachens mit Gestik, Mimik und ein paar kleinen Utensilien selbst machen. Es ist das erste Mal, dass René Bazinet, Avner Eisenberg, Oleg Popov, David Shiner und Peter Shub eine gemeinsame Tournee absolvieren. Sie sollten es unbedingt nochmal tun. mehr...
MÜLHEIM Der kleinsten Zelle der Gesellschaft, der Familie, widmet sich "Stücke"-Novizin Anne Lepper in ihrem zweiten Theaterstück auf kunstvoll verzerrte Weise: "Käthe Hermann" war in der Inszenierung des Theater Bielefelds am Sonntag zweimal bei den Mülheimer Theatertagen zu sehen. mehr...
RECKLINGHAUSEN "Es gibt kein Ende" heißt der absurde Szenen-Reigen der ukrainischen Dramatikerin Anna Jablonskaja, die 2011 mit 29 Jahren bei einem Terroranschlag auf den Moskauer Flughafen ums Leben kam. Die deutschsprachige Erstaufführung vom Tübinger Zimmertheater ging als Koproduktion mit den Ruhrfestspielen vor fast leeren Reihen im Kleinen Theater in Recklinghausen über die Bühne. mehr...
MÜNSTER Das Borchert-Theater legt nochmal nach: Das restlos ausverkaufte Theater-Spektakel „Ein Sommernachtstraum“ im Gasometer bekommt zwei weitere Zusatztermine spendiert. Der Vorverkauf beginnt nächsten Dienstag. mehr...
MÜNCHEN Günter Grass (84) dichtet wieder: Knapp zwei Monate nach seinem umstrittenen israelkritischen Text geht der Literaturnobelpreisträger in neuen Versen diesmal mit Europas Griechenland-Politik hart ins Gericht. Das Gedicht, das heute in der „Süddeutschen Zeitung“ erscheint, trägt den Titel „Europas Schande“. mehr...
BOCHUM Was da "Vor Sonnenaufgang" auf dem Bauerngut der Krauses geschieht, ist unsagbar schrecklich. Intendant Anselm Weber setzt im Bochumer Schauspielhaus einen gezielten Schock ans Ende seiner Inszenierung von Gerhart Hauptmanns Sozialdrama. Eine tiefe Verunsicherung kurz vor dem Applaus, die der Abend, der von einem blendend aufgelegten Ensemble lebt, jedoch vertragen kann. mehr...
MÜNSTER Die Krankschreibung von Anna Netrebko gilt nur bis zum 29. Mai. Nach ein paar Tagen Verschnaufpause steht sie dann schon am Samstag (2. Juni) vor Münsters Schloss. Beim lang erwarteten Open-Air-Konzert hat sie Ehemann Erwin Schrott und Jonas Kaufmann an ihrer Seite. Die drei Sänger haben dafür ihr Wunschrepertoire zusammengestellt, das sie jetzt auszugsweise veröffentlichen ließen. mehr...
Engagierte Filme aus dem Iran werden von Festival zu Festival gereicht und dort von einem Publikum begutachtet, das deren Qualitäten nicht selten nur unter dem Gesichtspunkt ihrer versteckten kritischen Aspekte beurteilt. Die in den USA lebende Exil-Iranerin Maryam Keshavarz richtet ihren Blick von Außen auf ihr Heimatland, ohne dabei auf staatliche und religiöse Zensur achten zu müssen. Das Ergebnis überrascht. mehr...