Sehenswert
Theater in der Region
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DORTMUND Er war der Paradiesvogel des dritten Festivals "Next Generation": Der Deutsch-Amerikaner David Garrett hat mit seinen 27 Jahren schon einen Lebenslauf, der so schillernd ist wie sein Geigenspiel.
David Garret beeindruckte mit seinem Geigenspiel. (Foto: Agentur)
Coolness und Lässigkeit
Auf der Bühne des Harenberg-Hauses erinnerte Garrett an eine Mischung aus Dressman und kalifornischem Beach-Boy der Geige. In Erinnerung bleibt der schöne, coole David jedoch als fabelhafter Geiger, der in den virtuosen Bravourwerken am Schluss richtig aufdrehte und wahre Coolness und überlegene Lässigkeit zeigte. So rasant und blitzsauber wird man den Csárdás von Monti, den Hummelflug von Rimsky-Korssakoff und die Zigeunerweisen von Sarasate wohl so schnell nicht mehr hören. Hier spielte der in Aachen geborene Geiger seinen größten Trumpf, die brillante Technik, in irrwitzigen schnellen Tempi aus.
Keine übermäßige Romantik
Aber Garrett ist mehr als ein Hexenmeister. Als ernsthafter Künstler stellte er sich in der letzten Beethoven Sonate, der Romanze von Beethoven und der d-Moll-Sonate von Brahms vor. Übermäßig viel Romantik mag er offenbar nicht, obwohl er oft mit geschlossenen Augen und verträumtem Lächeln spielt - aber immer mit einem energischen Strich, einem kernigen, leicht rauen Ton und einem schlanken Klang.
Seine Klavierbegleiterin Catherine Gordeladze spielte Garrett mit seiner großen Ausstrahlung und geigerischen Bravour ein wenig an die Wand. Das ist wohl der Preis, wenn man mit einem Womanizer und Klassik-Popstar auf der Bühne sitzt, den das Publikum mit Ovationen überschüttete.
22. April 2012,
E-Werk Köln
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