Sehenswert
Theater in der Region
Welche Inszenierung Sie unbedingt gesehen haben müssen, auf einen Blick. mehr...
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Die Besetzungsliste liest sich wie ein Who is who abgedankter Action-Titanen: Sylvester Stallone, Dolph Lundgren, Mickey Rourke, Bruce Willis, Arnold Schwarzenegger, Jet Li und Jason Statham, als einziger unter 50 und noch wirklich vital im Geschäft.
Sylvester Stallone (r.) sieht es gar nicht gerne, wenn man einem seiner Kollegen (Jet Li, l.) an den Hals geht. (Foto Splendid)
"The Expendables" (etwa: die Überflüssigen) kommt daher wie eine ABM für alte Herren, zusammengetrommelt von Stallone (64), der auch die Regie stemmt. Und gestemmt wird hier so einiges. Der Film über eine Söldnertruppe ist eine Reminiszenz an das physische Kino der 80er und 90er. Harte Kerle, stählerne Körper. Stallone an der Felskante ("Cliffhanger"), Bruce Willis in Feinripp ("Stirb langsam"). Ihre Muskeln waren ein Versprechen, sie garantierten den Triumph der guten Jungs.
Brave gegen Abschaum
In einer Welt, die überschaubar war. Hier die Braven, wortkarge Einzelkämpfer. Dort der Abschaum, Terroristen, Erpresser, Drogenbarone. Die Empathie des Publikums war leicht zu lenken. Das Pack gehört abserviert, gerne mit sarkastischen Einzeilern vom Schlage "Yippie-Yah-Yeay, Schweinebacke!".
"The Expendables" macht genau hier weiter. Stallone spielt Barney, den Boss einer Riege von Soldaten, die zu mieten sind. Dicke Arme, aufgepumpte Oberkörper, geschundene Gesichter, müde Augen. Die tattoo- und narbenübersäten Hunde des Krieges. Bruce Willis heuert die Truppe an. Der Auftrag lautet, einen General in der Karibik zu eliminieren.
Klassischer Alibi-Plot
Die Wildgänse kommen! Stallone und Statham starten zu einer Erkundung. Was sie finden, ergibt den klassischen Alibi-Plot. Insulaner werden von den brutalen Schergen des Generals terrorisiert. Feuer frei und Abflug.
Leider hegt Barney ritterliche Gefühle für eine Latino-Braut, was ihn zur Rückkehr zwingt. Die treuen Freunde sind dabei, natürlich. Angerichtet ist die große Schlachteplatte. Pyro-Show, Kugelhagel, Knochenbrecherei. Zur Schonung betagter Darsteller wurden die Kampfszenen in Minihappen zerschnetzelt. Das möchte "atemlos" genannt werden, wirkt aber unübersichtlich und konfus.
Kino von gestern
Egal: Schurken fahren zur Hölle, die Veteranen lecken ihre Wunden. Alles wie damals. Nostalgikern mag das gefallen. Andere sehen ausgelutschtes, überholtes Kino von gestern, dargeboten von Dinosauriern, die sich an Ironie versuchen. Schwarzeneggers Kurzauftritt ist wirklich nur ein Witz.
01. Juni 2012,
Konzerthaus Dortmund
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