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OBERHAUSEN "Wicked - Die Hexen von Oz" - die glanzvolle Premiere dieser Stage-Entertainment-Musicalproduktion am Montagabend im Metronom Theater Oberhausen lässt hoffen, dass sich hier noch viele verzaubern lassen werden und so - nach dem Aus fürs Colosseum in Essen - den Musicalstandort Oberhausen festigen helfen.
"Wicked - die Hexen von Oz" feierte am Montag im Metronom Theater Oberhausen Premiere. (Foto: dpa)
"Wicked" ist ein Wohlfühlmusical. Da wird keine tiefschürfende Story erzählt, selbst von der Geschichte einer ungewöhnlichen Freundschaft zu sprechen, scheint zu hoch gegriffen. Die amerikanische Autorin Winnie Holzman und Songschreiber Stephen Schwartz nämlich haben ihre beiden jung-dynamischen Hexen, den vergnügungssüchtigen Prinzen Fiyero, die Hexenakademiedirektorin Madame Akaber und den Zauberer von Oz eher klischeehaft und eindimensional entworfen.
Dafür aber erlebt der Zuschauer eine ebenso aufwändige wie glamouröse Show. Das opulente Ozland-Bühnenbild und fantasievolle Kostüme sorgen für reichlich Augenfutter. Der poppige bis rockige Soundtrack mit eingestreuten, klassisch anmutenden Show-Nummern hat Pep und hält auch ein paar Ohrwürmer bereit. Die Leistungen der Sänger-Darsteller auf der Bühne und der Musiker im Orchestergraben lassen keine Wünsche offen.
Klischee der einfältigen Blondine veralbert
Die Niederländerin Willemijn Verkaik, die die grüne Elphaba schon über 400-mal in Stuttgart gesungen hat, könnte kaum ausdrucksstärker sein. Und die höhensicher trällernde Joana Fee Würz als ihre "Gegenspielerin" Glinda veralbert herrlich das Klischee der einfältigen Blondine.
"Wicked" ist bereits seit sechseinhalb Jahren ein großer Renner am Broadway. Den Flug nach New York kann man sich jetzt schenken und stattdessen den Kurztrip nach Oberhausen antreten. Zusätzliche Vorteile: Hier wird auch noch textverständlich (!) und auf Deutsch gesungen.22. April 2012,
E-Werk Köln
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