Sehenswert
Theater in der Region
Welche Inszenierung Sie unbedingt gesehen haben müssen, auf einen Blick. mehr...
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HAGEN/DORTMUND. Im Tageslicht sind es große blaue Wassertanks im Gitterkleid, gestapelt zu einer Art Legostein-Burg. In der Nacht verwandelt sich der Würfel in ein schwimmendes, kryptonitgrünes (T)raumschiff. Die Ruhrlights: Twilight Zone werfen vom 3. bis 26. September neues Licht auf das Revier.
So war es geplant: Die Installation "Kubik" sollte ab Freitag auf der Hengstey-Insel schwimmen. Wegen technischer Probleme wird sie nun an Land leuchten. (Foto Modulorbeat)
Das Lichtkunstwerk auf dem Hengsteysee unterhalb der Hohensyburg, an dem gerade noch fleißig gearbeitet wird, eröffnet am Freitag das Ruhr.2010-Projekt „Ruhrlights: Twilight Zone‘‘.
Vom englischen Titel sollten sich die Besucher nicht abschrecken lassen, denn dahinter verbirgt sich eine poetische Aktion, die die Ruhr-Anrainer-Städte zwischen Duisburg und Dortmund in neues Licht tauchen will.
Besonders in der „blauen Stunde“, dem Zwielicht (englisch „Twilight“) zwischen Tag und Nacht. „Es ist eine Metapher für den Schwebezustand, in dem sich auch unsere Region befindet“, erklärt Projektkuratorin Söke Dinkla in Duisburg, wo am 26. September der Innenhafen zum finalen Festivalort wird.
Namhafte Künstler
19 namhafte Künstler konnten für dieses Projekt gewonnen werden. Darunter Yves Netzhammer (Schweiz), der 2007 den Biennale-Pavillon in Venedig bespielte, oder Documenta-Teilnehmer Peter Kogler.
Netzhammer nimmt in seinen Arbeiten den Mensch im Zustand der Bodenlosigkeit ins Visier – seine Projektion auf die Sternwarte Bochum zeigt eine androgyne Figur, die sich dem Himmel entgegenstreckt. Im Innern kann der Besucher einer Klangkomposition von Bernd Schurer lauschen, die mit Funksignalen spielt. Nachts bleibt die Radarkuppel einfarbig beleuchtet, weithin sichtbar wie eine Mondkugel.
Lichtnetze aus Wellen
Bei Peter Kogler tanzen Lichtnetze wie Wellen über die Uferpromenade des Duisburger Innenhafens und schaffen einen fließenden Übergang zum Wasser.
Als symbolische Klammer fungiert die grüne Lichtburg von Modulorbeat, die nach Hagen und Mülheim dort ihre Endstation findet. Wie eine schwimmende Lichtorgel reagiert das begehbare Objekt auf Klang, ist gleichzeitig ein Club für elektronische Musik. Unbedingt angucken!
22. April 2012,
E-Werk Köln
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