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Theater in der Region
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In der romantischen Komödie "Wenn Liebe so einfach wäre" von Nancy Meyers spielt Meryl Streep das, was die Regisseurin in vielen ihrer Filme am besten im Griff hat: die Frau zwischen Wechseljahren und letztem Frühling. Aber das ist natürlich nur der halbe Spaß.
Es knistert zwischen Meryl Streep als Jane und Alec Baldwin als Jake. (Foto: Universal/ddp)
Alec Baldwin steht auf der anderen Seite - als einer jener reifen Männer, wie sie einst Mae West auf dem Kieker gehabt hat. Und eine entsprechende Szene dafür gibt es auch. In einem Hotelbett. Am helllichten Tag. Je oller, je doller. Sex, bis der Arzt kommt.
Aber auch das ist noch immer nicht der ganze Spaß: Er, Jake, und sie, Jane, sind nämlich seit über zehn Jahren geschiedene Leute. Und nun haben sie eine echte Affäre. Denn Jake ist seit einiger Zeit wieder verheiratet - mit einer wesentlich jüngeren Latina, während Jane nach der Trennung leiblich noch immer darbt.Steve Martin ist mehr als Trostpflaster
Nancy Meyers liegt es jedoch fern, altes Eisen erneut zusammenschweißen zu wollen. Auch wenn sie anfangs den Verdacht hegt, Jake und Jane könnten wieder zueinander finden. Stattdessen nutzt sie die Chance, der simplen Geschichte einer Wiedervereinigung eine rasante Emanzipationskomödie der reiferen Sorte folgen zu lassen: Mit Steve Martin, der gegen sein Komikfach besetzt ist, steht ein liebenswerter neuer Anwärter parat auf Janes Weg ins späte Glück.
Und Meryl Streep spielt diese Jane einfach klasse: zwischen "richtiger Schlampe" (Selbsteinschätzung) und rassiger Seniorin. Die Lacher sind ganz auf ihrer Seite - für Jake bleibt nur unser aller Mitleid.
22. April 2012,
E-Werk Köln
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