Sehenswert
Theater in der Region
Welche Inszenierung Sie unbedingt gesehen haben müssen, auf einen Blick. mehr...
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OBERHAUSEN Die Stadt Oberhausen ist - wie manch andere Stadt in der Region - pleite. Das weiß man. Wer hoffte da nicht, dass ein reicher Investor käme und von heute auf morgen wieder Schwung in den Laden brächte. So passiert es in Schorsch Kameruns Stück "Abseitsfalle", das in Oberhausen uraufgeführt wurde.
Schauspieler Marek Jera ist der "arabische" Spielleiter im Sponsoring-Wettbewerb. (Foto: Scherer)
Was hätte man aus so einem Thema machen können, wenn man nur gewollt hätte. Aber der "Goldenen Zitrone" Schorsch Kamerun mangelt es einfach an Ideen der Umsetzung - und vieles an diesem Abend ist auch nicht durchdacht oder gar unlogisch.
So müssen sich beide Teams vorwiegend in theatralischen Disziplinen und keinmal in sportlichen messen. Und der Präsident des Fußballclubs, Hajo Sommers, disqualifiziert seine Mannschaft zuletzt auch noch selbst, indem er der vom potentiellen Sponsor zur Bedingung gemachten Namensänderung mit einem "RWO bleibt RWO" begegnet. Da schnappt die Abseitsfalle etwas spät zu.Das Enttäuschendste ist gleichwohl die Vorstellung des Theater-Teams. Die Schauspieler bleiben weit unter ihren Möglichkeiten, lassen sich zu ihren Ungunsten verbiegen und ihre zuletzt so gut entwickelten musikalischen Qualitäten gleich ganz außen vor. Stattdessen wird der Sängerbund der Gutehoffnungshütte vorgeschickt, um für die Theater-Elf Kameruns neue Oberhausen-Hymne "Arab Patrol" mit der Refrain-Zeile "Fühl dich in Oberhausen wohl" zu intonieren.
Anti-WerbungAlles in allem ist "Abseitsfalle" das schwächste Außenprojekt des Theaters Oberhausen seit Jahren und eine wahre Anti-Werbung für die Bühne. Bleibt zu hoffen, dass die Produktion dank der zahlreichen beteiligten Sponsoren (!) der Stadt nicht auch noch zum finanziellen Schaden gereicht.
22. April 2012,
E-Werk Köln
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