Sehenswert
Theater in der Region
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Ein Zufall ist es sicher nicht, dass der Film zu Weihnachten startet: "Albert Schweitzer - Ein Leben für Afrika" entzündet zu den Festtagen eine Kerze für den wackeren Mann von Lambarene, erinnert an einen Helfer und Humanisten, der auszog, Gutes zu tun.
Albert Schweitzer (Jeroen Krabbé) behandelt eine junge Frau in seinem Urwaldhospital in Lambarene - eine Szene aus dem Film "Albert Schweitzer - Ein Leben für Afrika", der am Heiligabend, 24.12.2009, in den deutschen Kinos anläuft. Im Mittelpunkt steht dabei Schweitzers Philosophie der "Ehrfurcht vor dem Leben". Von 1949 bis 1954 spannt die Handlung den Bogen und setzt sich durchaus kritisch mit Werk und Person Schweitzers auseinander. (Siehe epd-Filmkritik vom 22.12.2009) ACHTUNG: ABDRUCK DES FOTOS NUR IM ZUSAMMENHANG MIT BERICHTERSTATTUNG ÜBER DEN FILM SECHS WOCHEN NACH START DES FILMS GESTATTET! (Stefan Falke /NFP (Stefan Falke / NFP))
Die CIA platziert einen Agenten in Schweitzers Entourage, der in Afrika belastendes Material sammeln soll. Dieser "Maulwurf" funktioniert als dramaturgisches Placebo in einem behäbig trägen Erzählfluss. "Man kann mein Hospital schließen, auf keinen Fall meinen Mund!", sagt Schweitzer, der nicht wahrhaben will, dass sein Wirken als Mediziner in die Mühlen der Politik gerät. Damit ist der grundlegende Konflikt des Films in Dialog gemeißelt, ohne dass er besondere Sprengkraft entfaltet. Der Maulwurf wühlt, der alte Sturkopf wurstelt weiter. Afrika bleibt eine Kulisse, Sonnenaufgang über breitem Strom zu romantischem Flötenklang.
Ständchen für einen Gutmenschen
Die Afrikaner sind Staffage, ein Jubelchor der Dankbaren. "Große Kinder" nennt Schweitzer sie, nicht frei von Kolonialherren-Attitüde. Hier hört man einen Hauch von kritischer Brechung der Figur. Der Rest ist ein betuliches Film-Ständchen für einen Gutmenschen.
22. April 2012,
E-Werk Köln
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