http://ad.de.doubleclick.net#oms.ruhr-nachrichten.de#entertainment#dcopt=ist;#2113988739#728#90#2
http://ad.de.doubleclick.net#oms.ruhr-nachrichten.de#entertainment##1007486992#120#600#3
Medienhaus Lensing
24.04.2008 16:21 Uhr
Schriftgröße: A A A

Zwei Blicke auf Paris

ESSEN Die Metropole Paris hat viele Fotografen inspiriert, darunter auch Robert Frank und Otto Steinert. Diese beiden Klassiker der Schwarz-Weiß-Fotografie präsentiert ab heute das Essener Museum Folkwang.Von Britta Helmbold

«
1/2
»

 

Artikel aus diesem Ressort
Lust auf mehr? Dann testen Sie uns! Erhalten Sie unsere Tageszeitung zwei Wochen lang gratis.
Lesen Sie die Ruhr Nachrichten als eZeitung auf dem iPad 2 - beides zusammen ab 22,99 €/ Monat* im Paket.
Reisen Sie zurück ins Dortmund der 1930er bis 1980er Jahre - mit den Filmschätzen der Ruhr-Nachrichten-Leser.
5 DVDs für 69,90€

Zwar fotografierten beide Künstler um 1950 in der französischen Hauptstadt, doch ihre Aufnahmen aus ihrem Frühwerk zeigen zwei konträre Auffassungen von Fotokunst.

Poetischer Flaneur

Der gebürtige Schweizer Robert Frank, der in die USA auswanderte und 1951 wieder einmal in Europa weilte, ist der poetische Flaneur. Seine Bilder wirken wie Schnappschüsse, Momentaufnahmen vom urbanen Leben einer Großstadt. Er hat die kleinen Banalitäten des Alltags mit seiner Kamera eingefangen.

Frank richtet als Beobachter seinen Blick auf die einzelnen Menschen - auf Spaziergänger, Händler, Straßenarbeiter und Blumenverkäufer. Es sind Aufnahmen vom Straßen- und Cafe´-Leben, kleine Stillleben der Stadt, die zum Teil bis heute unser Bild von Paris prägen.

Lichtzeichnungen

Otto Steinert (1915-1978) hingegen ging es nicht um die illustrative Abbildung des alltäglichen Treibens in den Straßen von Paris. Er suchte per Fotografie nach dem autonomen Bild. Zwar fotografierte auch er zunächst im Stil der Reisereportage, später konzentrierte er sich jedoch auf das komponierte, konstruierte Einzelbild.

Die Sujets dienten ihm so zu sagen nur als Rohmaterial und Ausgangspunkt. Seine in Paris entstandenen Bewegungsstudien sind zu Ikonen der Fotografie-Geschichte geworden, zum Beispiel sein "Ein-Fuß-Gänger". Er experimentierte mit Belichtungszeiten. Aufgrund von Bewegungsunschärfen erscheinen Autos ("Blick vom Arc de Triomphe") und Menschen ("Appell") nur noch als verwischte Schatten - oft vor den großen Plakatwänden in den Straßen.

Informel-Gesten

Mit seinen Mehrfachbelichtungen und Luminogrammen (Lichtzeichnungen) überführt er den Aufnahmeort komplett in die Abstraktion. "Lampen der Place de la Concorde" von 1952 wirkt wie eine Informel-Geste und gibt nur durch den Bildtitel Aufschluss über das abgebildete Objekt.

Liebe zum Detail

Aber auch bei seinen Architekturaufnahmen ging es nicht darum, die Gebäude zu präsentieren. Steinert bildet Details ab, betont durch seine Ausschnitte beispielsweise die Struktur, die Senkrechte wie in dem von langen Säulen beherrschten Bild vom Musée d´Art Moderne oder wie bei den Baumstämmen vor einer Mauer aus der Serie "Skizzen aus Paris" (Foto / 1948-49). Es wird schon an diesen führen Aufnahmen deutlich, dass Steinert nach Formen sucht, um seine Kunst vom reinen Abbild zu befreien. In Essen lassen sich nun diese unterschiedlichen Sichtweisen durch vergleichendes Sehen erkunden.

 Museum Folkwang, Essen: "Robert Frank. Paris" und "Pariser Formen. Otto Steinert", bis 6.7., di-so 10-18 Uhr.



Veranstaltungssuche

Zeit

Heute
Morgen
Dieses Wochenende

Kategorie

Konzerte & Nachtleben
Kunst & Schauspiel
Gesellschaft & Freizeit
ANZEIGE

Veranstaltungs-Tipps

Manic Street Preachers

22. April 2012,
E-Werk Köln

Ihre Veranstaltung hier! openeventnetwork

Kurzfilm-Wettbewerb

1

99Fire-Films-Asward hat strenge Vorgaben

Zuerst ist er miesepetrig, dann lacht Sven Schwierzy im Kurzfilm 500 Zeichen.

BOCHUM In 99 Stunden einen 99-Sekunden-Film drehen. Diese Herausforderung haben die Bochumer Diane Wolters und Michael Hoppe als Team "WoHoTainment" angenommen. Sie sind eines von 5973 Teams, die sich zum Wettbewerb 99Fire-Films-Award angemeldet haben. Angenommen hat die Herausforderung aber nicht jeder. Eingereicht wurden nur 159 Kurzfilme. mehr...

Kunstakademie Münster

2

Viel Sex und Nacktheit beim Rundgang

MÜNSTER Ist es das Schuldendebakel, Berlusconi und sein Bunga Bunga oder das Dschungelcamp? Was beschäftigt junge Künstler von heute? Münsters Kunststudenten laden bis Sonntag (5. Februar) zum alljährlichen Rundgang in die Akademie ein, um ihre Sicht auf Kunst und Welt zu zeigen. mehr...

Kino: "Gefährten"

3

Ein Hengst als Held im neuen Spielberg-Film

Albert (Jeremy Irvine) steht treu zu dem Hengst, den er ausgebildet hat.

Im Original heißt er "War Horse" (Kriegspferd), der deutsche Verleih titelt Steven Spielbergs neuen Film weniger martialisch "Gefährten". Vielleicht will man die Mädels nicht verschrecken, Pferde-Närrinnen, "Wendy"-Leser, "Black Beauty"-Fans. mehr...

Kino: "The Darkness"

4

Menschen im Versteck

Nach 16 Monaten in der Kanalisation können diese beiden jüdischen Kinder endlich wieder frische Luft atmen.

Nach „Hitlerjunge Salomon“ befasst sich die polnische Regisseurin Agnieszka Holland zum zweiten Mal mit dem Holocaust. Und wie ihr Film über den kleinen Juden Salomon, der mit falscher Identität das Nazi-Regime überlebt, ist auch „In Darkness“ in der Rubrik „Bester nicht-englischsprachiger Film“ für den Oscar nominiert worden. mehr...

Mueller-Stahls Bilder

5

Wie bei Leonardo da Vinci

RHEDE Das Bildnis des bärtigen Mannes mit tiefliegenden, umschatteten Augen, wirrem, langem Haar und fest geschlossenem Mund hat etwas sehr Eindringliches. Es kommt einem bekannt vor und zugleich auch wieder nicht. Erst der Bildtitel gibt Klarheit: Albrecht Dürer steht in geschwungener Schrift darunter, zusammen mit der Signatur Armin Mueller-Stahls. mehr...

Kultur erleben

Sehenswert

Theater in der Region

Welche Inszenierung Sie unbedingt gesehen haben müssen, auf einen Blick.  mehr...

Rundgang

Ausstellungen in der Region

Von Malerei bis Fotografie: Ein Rundgang durch diese Ausstellungen lohnt sich.  mehr...

Nigel Kennedy probt in der Alten Oper in Frankfurt am Main.

Hörenswert

Konzerte in der Region

Egal ob Operette, Oper oder Philharmonie: Welche Konzerte sich wirklich lohnen.  mehr...

Willy Decker, der Intendant der Ruhrtriennale.

Rückblick

Ruhrtriennale 2011

Auf der Bühne, in Konzerten und Lesungen drehte sich alles um den Buddhismus  mehr...

Dortmunder "U"

Wahrzeichen

Das Dortmunder U

Von der Brauerei zum Kulturzentrum. Das ist jetzt im Dortmunder U los.  mehr...

Beim Bücher-Schnäppchenmarkt lassen sich bestimmt ein paar "Glücksgriffe" finden.

Neuer Lesestoff

Bücher

Einschlafhilfe oder lesenswert? Diese Schmöker sind druckfrisch im Regal.  mehr...

Scrat aus "Ice Age 3" wirkt in 3D noch possierlicher.

Filmkritiken

Kino

Welcher Streifen lohnt sich wirklich? Das sind die Tops und Flops auf der Leinwand.  mehr...

http://ad.de.doubleclick.net#oms.ruhr-nachrichten.de#entertainment##1277845544#350#125#12
http://ad.de.doubleclick.net#oms.ruhr-nachrichten.de#entertainment##1907831882#300#250#4
Kontakt | Impressum | AGB | Datenschutz

Weitere Angebote aus dem Medienhaus Lensing:
MünsterscheZeitung.de | DorstenerZeitung.de | HalternerZeitung.de | GrevenerZeitung.de | EmsdettenerVolkszeitung.de | MünsterlandZeitung.de
Heja-BVB.de | Nahraum.de | immo.RuhrNachrichten.de