Geister und Schamanen kommen ins Gotteshaus
GELSENKIRCHEN „Geister gibt es nicht.“ Aus dieser Überzeugung heraus lernen Kinder in unserem Kulturkreis, dass Angst vor dem Übersinnlichen und Spirituellen unbegründet ist. Und doch sind es gerade Filme über jene Wesen aus Parallelwelten, die uns das Gruseln besser lehren als jeder Krimi.
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Masken aus fünf Kontinenten
Im Inneren der Kirche, wo man sonst Blick auf das Parabelgewölbe hat, führen Gänge aus schwarzen Vorhängen den Besucher durch sechs Themenbereiche der Holzbildhauerkunst. Der Besucher sieht unter anderem Statuen exotischer Götter, Instrumente von Schamanen und Zauberern und einen Totempfahl aus British Columbia. Besondere Beachtung wird Masken aus allen Kontinenten geschenkt.
Sie werden von allen Kulturen genutzt, in vielen dient sie zur Vertilgung von Geistern und Dämonen. In anderen helfen sie, mit den Seelen verstorbener Vorfahren in Kontakt zu treten. In Europa zeigten gruselige Masken das wahre Gesicht hinter der Fassade eines Menschen, wie eine gehörnte Teufelsmaske aus Österreich. Die Exponate stammen aus der Daetz-Stiftung Lichtenstein (in Sachsen!), deren Gründer Peter Daetz die Objekte auf vielen Weltreisen zusammen getragen hatte. „In dieser Ausstellung werden verschiedene Glaubensrichtungen und Stellenwerte so miteinander verkoppelt, dass Hochachtung und Akzeptanz entstehen“, erklärt der 76-Jährige.
Heilig-Kreuz-Kirche: „Götter-Geister-Dämonen“, Bochumer Straße 115, täglich 10-20 Uhr, bis Herbst 2009.












