Museum Gelsenkirchen : Schickes Design aus dem "Kreis um Anton Stankowski"
GELSENKIRCHEN Im Kulturhauptstadt-Jahr besinnt sich das Kunstmuseum Gelsenkirchen auf seine Stärken. Und dazu zählt nicht nur die im Keller verborgene hervorragende Kinetik-Sammlung, sondern auch das Werk des Gelsenkirchener Bergmannssohns Anton Stankowski (1906-1998).
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Stattdessen hat sie zusammen mit der Stuttgarter Stankowski-Stiftung seinen Freundeskreis ins Haus geholt. 36 Künstler wurden mit 195 Exponaten ausgewählt. Ihren Reiz gewinnt die Ausstellung "Der Kreis um Anton Stankowski" nicht nur durch diesen Dialog. Noch mehr erstaunt, welch schickes Design die Kunst-Avantgarde hervorgebracht hat. Wer weiß schon, dass ein Maler wie Willi Baumeister sich 1946 keineswegs zu schade war, ein Werbeplakat für Oetker-Pudding zu entwerfen?
Lehrer aus den Anfängen der Folkwangschule
Von Max Burchartz, dem Lehrer aus den Anfängen der Folkwangschule bis zum Minimalisten Donald Judd reicht das Spektrum berühmter Namen. Als Student arbeitete Stankowski in der ersten deutschen Werbeagentur mit, die Burchartz mit Johannes Canis 1924 in Bochum gründete. 1929 ging er nach Zürich, wo Max Bill zu seinem Freundeskreis zählte.
Stuttgart folgte als nächste Station. Dort gehörten Josef Albers, der Architekt Egon Eiermann, Otl Aicher und Erwin Heerich zum Stankowski-Kreis. Sie alle sind mit Beiträgen vertreten, die eine erstaunliche Wechselwirkung von freier und angewandter Kunst belegen.
- Kunstmuseum Gelsenkirchen: "Anton Stankowski und sein Kreis", Horster Straße 5-7, bis 18. April, Di-So 11-18 Uhr, Katalog 20 Euro.












